26-Jähriger soll für Betrugsring Wohnungen in der Türkei angemietet haben
Jacqueline Röhrdanz26-Jähriger soll für Betrugsring Wohnungen in der Türkei angemietet haben
In Münster muss sich ein 26-jähriger Mann wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an einem organisierten Betrugsring vor Gericht verantworten. Die Masche zielte auf ältere Opfer ab, die durch falsche Polizisten dazu gebracht wurden, Bargeld und Schmuck herauszugeben. Ermittler haben inzwischen weitere Fälle im Zusammenhang mit der Bande aufgedeckt.
Bei dem Betrug gaben sich Anrufer als Beamte aus und warnten die Opfer vor angeblichen Einbruchsgefahren in ihren Wohnungen. Sie überredeten Senioren, Wertgegenstände zur vermeintlichen sicheren Verwahrung zu überlassen. Tatsächlich sammelte die Gruppe die Beute ein und schickte sie in die Türkei.
Der Angeklagte soll in der Türkei Wohnungen für die mutmaßlichen Täter angemietet haben, die die Anrufe tätigten. Zudem soll er die gestohlenen Güter entgegengenommen haben. Die Behörden in Ostwestfalen weiteten die Ermittlungen aus, nachdem weitere Opfer identifiziert wurden – darunter eine ältere Frau in Beckum und ein Senior in Sendenhorst.
Fünf potenzielle Opfer in Haßfurt durchschauten am 16. Februar 2026 die betrügerischen Anrufe und entgingen so dem Schwindel. Ein weiterer Versuch in Bad Wörishofen scheiterte ebenfalls. Der Gesamt-Schaden aus den sechs bestätigten Fällen beläuft sich auf 162.000 Euro.
Der Angeklagte hat angekündigt, sich im Laufe des Verfahrens vor Gericht zu äußern. Für März sind vier Verhandlungstermine angesetzt; mit einem Urteil wird kurz danach gerechnet.
Bei einer Verurteilung droht dem Mann eine mehrjährige Haftstrafe. Während die Staatsanwaltschaft die genauen Ausmaße der kriminellen Machenschaften aufklärt, läuft der Prozess weiter. Unklar bleibt, ob es in anderen deutschen Regionen weitere Opfer gibt.
