700 Menschen fordern bei Dürener Kundgebung "Freiheit für Kurdistan"
Jacqueline Röhrdanz700 Menschen fordern bei Dürener Kundgebung "Freiheit für Kurdistan"
Friedensdemo unter dem Motto "Freiheit für Kurdistan" in Düren am 28. Januar 2026
Am 28. Januar 2026 fand in Düren eine friedliche Kundgebung unter dem Motto "Freiheit für Kurdistan" statt. Rund 700 Demonstrantinnen und Demonstranten versammelten sich am Kaiserplatz, um ihre Solidarität mit Nordsyrien zum Ausdruck zu bringen, wo die Lage weiterhin angespannt bleibt. Die Polizei sorgte dafür, dass die Veranstaltung ohne größere Zwischenfälle verlief.
Die Demonstration begann am Kaiserplatz, von wo aus die Teilnehmenden durch die Dürener Innenstadt zogen. Der Zug folgte einer zuvor genehmigten Route, während Beamte mit sichtbarer Präsenz für die Wahrung der Versammlungsfreiheit sorgten und Gewalt vorbeugten.
Während der Kundgebung kam es zu zwei kleineren Vorfällen. Die Behörden leiteten Ermittlungsverfahren wegen einer angeblichen Beleidigung sowie eines versuchten Angriffs ein. Trotz dieser Einzelfälle blieb die Demonstration geordnet und endete gegen 20:00 Uhr friedlich am Kaiserplatz.
Die Dürener Proteste fielen in eine Phase erhöhter regionaler Spannungen. Im Nordostsyrien (Rojava) war am 24. Januar eine brüchige Waffenruhe zwischen der syrischen Regierung und den Demokratischen Kräften Syriens (SDF) um mindestens einen Monat verlängert worden. Dies folgte auf erneute Offensiven der syrischen Armee und türkisch unterstützter Truppen seit dem 13. Januar, die Befürchtungen einer großangelegten türkischen Bodeninvasion schürten. Internationale Reaktionen umfassten Proteste an der Grenze bei Nusaybin bis zum 1. Februar, eine Bundestagsdebatte am 3. Februar zur Lage der Kurden in Syrien sowie eine für den 11. Februar geplante Diskussion über die frauengeführte Revolution in Rojava.
Die Demonstration in Düren endete ohne schwerwiegende Störungen, auch wenn die beiden Ermittlungsverfahren noch andauern. Unterdessen bleibt die Situation in Nordostsyrien prekär, während in ganz Europa diplomatische Initiativen und Protestaktionen anhalten. Aus dem Nordirak oder dem Nordwesten Syriens gab es seit dem 28. Januar keine neuen Meldungen.
