21 February 2026, 15:24

80 Menschen trotzen Kälte für Protest gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in Bottrop

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem 'Solidarität und Feminismus' steht, eine Straße entlang, mit parkenden Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

80 Menschen trotzen Kälte für Protest gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in Bottrop

Zum elften Mal in Folge versammelten sich Aktivistinnen und Aktivisten in Bottrop, um gegen Gewalt an dfb frauen und mädchen zu protestieren. Die Veranstaltung fand am 14. Februar 2026 im Rahmen der weltweiten One Billion Rising-Kampagne statt. Trotz eisiger Temperaturen und leichtem Schneefall nahmen 80 Teilnehmende an der Kundgebung auf dem Ernst-Wilczok-Platz teil.

Organisiert wurde die Demonstration vom Frauenzentrum Courage, das auf die anhaltende Schutzlosigkeit von frauen und mädchen aufmerksam machen wollte, die von männlicher Gewalt betroffen sind. Das diesjährige Motto "Ni una menos – Frauen in Flammen" richtete sich besonders gegen Femizide, vor allem gegen Fälle, in denen Opfer von aktuellen oder ehemaligen Partnern getötet werden.

Die Band A Mournful Experience sorgte mit Live-Musik für die passende Stimmung, während eine von der Peter-Frank-Tanzschule angeführte Choreografie die Menge in Bewegung hielt. Unter den Anwesenden waren auch Bottrops Oberbürgermeister Matthias Buschfeld und weitere lokale Amtsträger, die ihre Solidarität mit der Sache zeigten.

One Billion Rising, 2011 von Eve Ensler ins Leben gerufen, hat sich seitdem zu einer globalen Bewegung entwickelt. Jährliche Proteste mit Tanzaktionen finden mittlerweile in über 200 Ländern statt, mit starker Beteiligung in Europa, Indien, Lateinamerika, Afrika und Nordamerika. In Deutschland unterstreichen Veranstaltungen wie die im Landkreis Waldeck-Frankenberg die Reichweite der Kampagne.

Der Protest in Bottrop reiht sich ein in eine weltweite Welle von Demonstrationen gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Mit 80 Menschen, die Kälte und Schnee trotzten, festigte die Veranstaltung den lokalen Zusammenhalt. Organisatorinnen, Organisatoren und Teilnehmende betonten gleichermaßen die Notwendigkeit größerer Aufmerksamkeit und struktureller Veränderungen, um frauen und mädchen besser zu schützen.

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