Altana trotzt Marktflaute mit stabilen Halbjahreszahlen und 18-Prozent-EBITDA-Marge
Rolf-Peter ScheelAltana trotzt Marktflaute mit stabilen Halbjahreszahlen und 18-Prozent-EBITDA-Marge
Spezialchemieunternehmen Altana verzeichnet stabile Halbjahresergebnisse 2025 trotz schwierigem Marktumfeld
Der Spezialchemiekonzern Altana hat für das erste Halbjahr 2025 stabile Finanzkennzahlen gemeldet – und das in einem herausfordernden Marktumfeld. Während viele Wettbewerber zweistellige Umsatzrückgänge verzeichneten, hielt das Unternehmen seinen Umsatz und das operative Ergebnis auf Vorjahresniveau. Die konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit, Innovation und eine gezielte Übernahme-strategie scheint sich auszuzahlen.
Altanas finanzielle Widerstandsfähigkeit sticht besonders hervor, da andere Branchenakteure mit nachlassender Nachfrage kämpfen. Das Unternehmen stabilisierte seinen Umsatz und die operativen Ergebnisse auf dem Niveau von 2024, während Konkurrenten deutliche Einbrüche hinnehmen mussten. Die EBITDA-Marge (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation) erreichte in den ersten sechs Monaten fast 18 %.
Die Sparte Elantas, die isolierende Materialien für elektrische Anwendungen herstellt, verzeichnete ein organisches Wachstum von 7 %. Dies unterstreicht die Stärke von Altanas Fokus auf Spezialchemie. Gleichzeitig sind die Produktionsprozesse des Unternehmens weniger energieintensiv als die vieler Wettbewerber – ein Kostenvorteil in volatilen Energiemärkten.
Kern von Altanas Strategie sind hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung: Allein im ersten Halbjahr 2025 investierte das Unternehmen 109 Millionen Euro – das entspricht 7 % des Umsatzes und zählt zu den höchsten F&E-Quoten der Branche. Zudem verteilt Altana seine Erlöse gleichmäßig auf Amerika, Asien und Europa, wobei die USA und China jeweils 18 % beisteuern, gefolgt von Deutschland mit 10 %.
Finanzvorstand Stefan Genten betonte die Bedeutung der Aufrechterhaltung grundlegender Chemieproduktion in Europa, um Lieferketten abzusichern. Gleichzeitig hinterfragte er, ob Chemieunternehmen zwei grundverschiedene Geschäftsmodelle gleichzeitig erfolgreich betreiben können.
Altanas Ansatz – die Kombination aus Nachhaltigkeit, gezielten Übernahmen und starken F&E-Investitionen – hat dem Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Mit einer EBITDA-Marge von fast 18 % und stabilem Wachstum in zentralen Sparten steht das Unternehmen weiterhin auf solidem Fundament. Die ausgewogene regionale Umsatzverteilung und die energieeffiziente Produktion stärken zudem die Position für die zweite Jahreshälfte.






