Arnsberg setzt auf KI und Echtzeitdaten gegen Hochwassergefahr
Arnsberg rüstet Hochwassermonitoring mit neuem Sensornetzwerk auf
Die Stadt Arnsberg hat ihr Hochwassermonitoringsystem mit einem Netzwerk neuer Wasserstandssensoren modernisiert. Die Geräte, die entlang von Zuflüssen der Ruhr installiert wurden, liefern Echtzeitdaten, um Frühwarnungen zu verbessern. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Strategie, um die Widerstandsfähigkeit der Stadt gegen Starkregen und Überschwemmungen zu stärken.
Seit März 2026 überwachen 42 Sensoren die Wasserstände in kleineren Nebenflüssen des städtischen Gebiets. Finanziert durch das Programm "Modellprojekte Smart Cities", speisen die Geräte Live-Daten in das Arnsberger Klima-Dashboard ein, das unter www.ourwebsite/klimadashboard abrufbar ist. Behörden können so steigende Pegel frühzeitig erkennen – noch bevor sie sich auf die Ruhr auswirken.
Die erhobenen Daten dienen zudem dem Training eines KI-Systems, das lokale Hochwasserrisiken vorhersagen soll. Sobald das Frühwarntool voll funktionsfähig ist, ermöglicht es Feuerwehr und anderen Einsatzkräften, schneller zu reagieren. Die Stadt hat zudem Landesgefahrenkarten in ihren Digitalen Zwilling integriert, der eine 3D-Ansicht von hochwassergefährdeten Zonen bietet.
Für die Zukunft plant Arnsberg die Messung der Bodenfeuchtigkeit, um bei Starkregen ein präziseres Lagebild zu erhalten. Diese Schritte stehen im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt und unterstützen drei der UN-Nachhaltigkeitsziele: Innovation in der Industrie, nachhaltige Städte sowie Klimaschutz.
Die KI-Modelle werden derzeit noch verfeinert; das System soll innerhalb des nächsten Jahres in Betrieb gehen. Sobald es aktiv ist, gewinnt der Katastrophenschutz wertvolle Zeit für die Vorbereitung auf Hochwasser. Das Projekt markiert einen entscheidenden Fortschritt in der Echtzeit-Überwachung und dem Management von Wasserrisiken in Arnsberg.






