Barrierefreier Umbau für Bahnhof Ründeroth während RB25-Sperrung geplant
Jacqueline RöhrdanzBarrierefreier Umbau für Bahnhof Ründeroth während RB25-Sperrung geplant
Bahnhof Ründeroth in Engelskirchen erhält barrierefreien Ausbau während der Sperrung der RB25
Der Bahnhof Ründeroth in Engelskirchen steht vor einem umfassenden barrierefreien Umbau während der anstehenden Sperrung der RB25-Linie. Das Projekt, das zwischen Ende März und Anfang August umgesetzt werden soll, zielt darauf ab, den zentralen Bahnsteig stufenlos zugänglich zu machen. Bisher müssen Fahrgäste noch Treppen steigen, um in die Züge zu gelangen – trotz der Eröffnung einer neuen Park-and-Ride-Anlage im vergangenen Jahr.
Laut den Plänen der Deutschen Bahn soll der Bahnhof durch den Einbau von Aufzügen oder Rampen vollständig barrierefrei werden. Zudem werden nach Abschluss der Arbeiten zwei Bahnübergänge dauerhaft geschlossen, darunter einer, der bisher manuell bedient wird.
Die Regionalbahnstrecke zwischen Köln und Lüdenscheid ist eine wichtige Verkehrsverbindung für den Oberbergischen Kreis. Lokale Politiker warnen, dass eine Nichtumsetzung der Maßnahmen in diesem Bauzeitfenster zu einer weiteren störenden Sperrung in der Zukunft führen könnte.
Der Rat der Gemeinde Engelskirchen hat bereits reagiert und einen Beschluss gefasst, in dem die örtlichen Vertreter aufgefordert werden, sich für die Barrierefreiheitsmaßnahmen einzusetzen. Allerdings bleibt der genaue Zeitplan ungewiss, da die Deutsche Bahn noch ein Bauunternehmen für das Projekt auswählt.
Bundesweit schreitet der barrierefreie Ausbau nur langsam voran. Mit jährlich etwa 150 umgerüsteten Bahnsteigen würde es rund 20 Jahre dauern, bis alle Stationen modernisiert sind. Derzeit erfüllen 28 Prozent der Bahnsteige in Deutschland nicht die Mindesthöhe von 55 Zentimetern, die für einen stufenlosen Einstieg erforderlich ist.
Die Arbeiten in Ründeroth finden während der Sperrung der RB25 statt, um Reisebeeinträchtigungen zu minimieren. Nach Abschluss der Bauarbeiten müssen Fahrgäste keine Treppen mehr nutzen, um den Bahnsteig zu erreichen. Das Projekt unterstreicht zugleich die größere Herausforderung, die Barrierefreiheit im gesamten deutschen Schienennetz zu verbessern.
