Batteriespeicher-Boom in Deutschland: Warum tausende Projekte noch auf Realisierung warten
Rolf-Peter ScheelBatteriespeicher-Boom in Deutschland: Warum tausende Projekte noch auf Realisierung warten
Deutschland verzeichnet starken Anstieg der Nachfrage nach Großspeichern für Strom
Neue Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg der Anträge für gewerbliche Batteriespeicher in diesem Jahr. Doch trotz des wachsenden Interesses sind bisher nur wenige Hochleistungsanlagen im Land in Betrieb.
Zwischen 2020 und 2023 wurden in Deutschland 142 gewerbliche Batteriespeicherprojekte genehmigt und gebaut. Jede dieser Anlagen verfügte über eine Leistung von mindestens 500 kW, wie aus Daten der Deutschen Energie-Agentur (dena) und der Bundesnetzagentur (BNetzA) hervorgeht. Die Zahlen spiegeln ein stetiges, aber moderates Wachstum des Sektors in den letzten Jahren wider.
Doch 2024 hat das Interesse deutlich Fahrt aufgenommen: Insgesamt wurden 9.710 Anträge auf Netzanschluss für neue gewerbliche Batteriespeichersysteme eingereicht – ein beträchtlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren.
Trotz der hohen Anzahl an Vorhaben bleibt die betriebsbereite Kapazität begrenzt. Aktuell sind bundesweit nur 921 Batteriespeicher mit Mittelspannungsanschluss oder höher in Betrieb. Die Kluft zwischen Anträgen und realisierten Projekten verdeutlicht sowohl das Potenzial als auch die Herausforderungen beim Ausbau der Energiespeicherinfrastruktur.
Die Daten zeigen einen klaren Trend: Unternehmen und Energieversorger drängen auf mehr Speicherlösungen. Mit fast 10.000 Netzanschlussbegehren in diesem Jahr expandiert der Sektor rasant. Die vergleichsweise geringe Zahl aktiver Anlagen deutet jedoch darauf hin, dass bei der Umsetzung und in regulatorischen Prozessen noch Hürden bestehen.






