05 May 2026, 12:35

Baubeginn an der maroden A59-Brücke – doch der Streit eskaliert weiter

Anschlagtafel an einem Zaun mit einem Schild, auf dem "Hinweis: Alle Straßenmusiker müssen die städtische Lärmvorschrift einhalten" steht und eine Straße im Hintergrund.

Baubeginn an der maroden A59-Brücke – doch der Streit eskaliert weiter

Offizieller Baubeginn an der maroden A59-Brücke – doch der Streit geht weiter

Nach einem symbolischen Spatenstich haben die Bauarbeiten an der bröckelnden A59-Brücke offiziell begonnen. Doch das Projekt bleibt umstritten: Während die Bundesbehörden ihre Pläne vorantreiben, drohen rechtliche Auseinandersetzungen mit der Stadt. Anwohner im Duisburger Stadtteil Meiderich haben bereits vehementen Widerstand angekündigt – sie fürchten, dass der Ausbau der Autobahn Lärm, Schattenwurf und massive Beeinträchtigungen direkt vor ihre Haustüren bringt.

Langfristig sieht das Vorhaben einen 6,7 Kilometer langen Abschnitt vor, der die Straße an einigen Stellen auf bis zu 46 Meter verbreitern soll. Bürger protestieren seit Monaten und warnen, die kolossale Konstruktion würde wie eine Bedrohung über ihren Wohnvierteln aufragen. Unterstützt werden sie von der Stadtverwaltung, die befürchtet, dass meterhohe Lärmschutzwälle das Sonnenlicht stundenlang blockieren könnten.

Als Alternative schlägt die Stadt einen Tunnel vor – doch die Autobahn GmbH wies diesen Vorschlag zurück. Das Unternehmen berief sich auf eine Machbarkeitsstudie, laut der gefährliche Güter und Schwerlasttransporte eine solche Tunnelösung nicht sicher passieren könnten. Die lokale Initiative Link bezeichnete diese Argumentation als haltlos. Zudem argumentierte die Autobahn GmbH, ein Tunnel würde die Kosten um 2,3 Milliarden Euro in die Höhe treiben und die Fertigstellung um Jahre verzögern.

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Stattdessen verwies das Unternehmen auf geplante Lärmschutzmaßnahmen. Doch die Bundesbehörden zeigen sich entschlossen, am aktuellen Entwurf festzuhalten – was rechtliche Schritte des Stadtrats wahrscheinlich macht.

Mit dem nun gestarteten Bau ist der Konflikt um die Zukunft der A59 keineswegs beigelegt. Während die Stadt weiter auf eine Tunnelvariante pocht, bereiten sich Anwohner auf mögliche Lärmbelästigung, Lichtentzug und eine Autobahn mitten in ihrem Viertel vor. Sollte es keine Einigung geben, könnten weitere Verzögerungen durch Klagen drohen.

Quelle