Bergisch Gladbach plant Renaturierung der Strunde auf Zanders-Gelände mit Bundesförderung
Rolf-Peter ScheelBergisch Gladbach plant Renaturierung der Strunde auf Zanders-Gelände mit Bundesförderung
Bergisch Gladbach treibt die Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Zanders-Industriegelände voran. Der Stadtrat hat einen Antrag auf Bundesförderung unterstützt, die bis zu 80 Prozent der geschätzten Projektkosten in Höhe von 5,4 Millionen Euro decken könnte. Bei einer Bewilligung würde das Vorhaben den Fluss in einen naturnahen Zustand versetzen und das Landschaftsbild der Region nachhaltig prägen.
Erst kürzlich beschloss der Stadtrat, sich dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ anzuschließen. Damit kann Bergisch Gladbach offiziell sein Interesse an der Förderung bekunden. Die finale Entscheidung trifft der Haushaltsausschuss des Bundestags, der voraussichtlich Ende 2026 über die eingereichten Anträge berät.
Lokale Politiker zeigen sich geschlossen hinter dem Projekt. Klaus W. Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, rief die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach auf, sich auf Bundesebene für die Förderung einzusetzen. Gleichzeitig äußerte der SPD-Sprecher für Stadtentwicklung, Andreas Ebert, die Hoffnung, dass der Haushaltsausschuss die Mittel freigibt. Die verbleibenden 20 Prozent der Kosten will die Stadt aus speziellen kommunalen Rücklagen bestreiten – ohne zusätzliche Belastung für die Steuerzahler.
Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen, sieht in der renaturierten Strunde eine Chance, das Zanders-Gelände grundlegend zu verwandeln. Sie erwartet, dass das Projekt der Fläche eine völlig neue Identität und Ausstrahlung verleiht.
Als nächster Schritt steht die offizielle Förderantragstellung an den Bund an. Bei einer Zusage könnte die Renaturierung der Strunde beginnen, wobei der Löwenanteil der Kosten von Berlin getragen würde. Den städtischen Eigenanteil deckt die Kommune aus bestehenden Rücklagen, sodass keine zusätzlichen Lasten auf die lokalen Haushalte zukommen.






