Bergisches Land: Wirtschaft kämpft mit Kosten, schwacher Nachfrage und Handelsbarrieren
Iwona RoggeBergisches Land: Wirtschaft kämpft mit Kosten, schwacher Nachfrage und Handelsbarrieren
Unternehmen im Bergischen Land kämpfen mit wachsenden wirtschaftlichen Herausforderungen
Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass hohe Kosten, schwache Nachfrage und globale Handelsbelastungen die heimische Wirtschaft schwer treffen. Viele Betriebe rechnen in den kommenden Monaten mit einer weiteren Verschlechterung ihrer Lage.
Fast die Hälfte aller Unternehmen in der Region verzeichnet in diesem Jahr rückläufige Umsätze. Jedes dritte bewertet seine Geschäftsentwicklung als schlecht, während nur noch 19 Prozent die eigene wirtschaftliche Situation als gut einstufen. Besonders die Industrie und der Großhandel leiden unter ausgedünnten Auftragsbüchern – und stehen vor einem schwierigen Herbst 2025.
Auch die Produktion stockt: 60 Prozent der Industriebetriebe geben zu, ihre Kapazitäten nicht auszuschöpfen. Mehr als die Hälfte dieser Unternehmen plant nun, Investitionen zu kürzen, um die Krise zu bewältigen. Besonders betroffen ist der exportabhängige verarbeitende Sektor, der unter den protektionistischen US-Zöllen ächzt.
Neben Handelsbarrieren nennen lokale Firmen hohe Energie- und Arbeitskosten als zentrale Belastungen. Viele kritisieren zudem die hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland sowie übermäßige Bürokratie als standortpolitische Nachteile. Diese Faktoren untergraben die Wettbewerbsfähigkeit – und lassen jedes vierte Unternehmen weitere Rückgänge befürchten.
Die Kombination aus schwacher Nachfrage, steigenden Kosten und regulatorischen Hürden hat ein schwieriges Umfeld geschaffen. Wirtschaftsvertreter warnen: Ohne Besserung bleibe die konjunkturelle Perspektive der Region düster.
Die Umfrage offenbart einen drastischen Vertrauensverlust in der bergischen Wirtschaft. Bei sinkenden Umsätzen, schrumpfenden Investitionen und ungenutzten Produktionskapazitäten stellen sich die Unternehmen auf härtere Zeiten ein. Die Herausforderungen – von globalen Handelskonflikten bis zu inländischen Kostendruck – zeigen bisher keine Anzeichen einer Entspannung.






