15 March 2026, 22:34

Berliner Buchstabenmuseum schließt nach jahrelangem Finanzkampf seine Pforten

Eine alte Postkarte mit verschiedenen Bildern von Berlin, darunter Gebäude, Bäume und eine Statue, sowie einigen handgeschriebenen Text.

Berliner Buchstabenmuseum schließt nach jahrelangem Finanzkampf seine Pforten

Das Berliner Buchstabenmuseum schließt am Montag nach Jahren finanzieller Kämpfe seine Türen

Die Sammlung mit rund 3.500 Neonbuchstaben und -schildern umfasst ikonische Stücke wie den Dekorativen Fisch aus Neon, der einst eine Hochhausfassade in Friedrichshain erleuchtete. Steigende Kosten und sinkende Besucherzahlen zwingen das Museum nun zur Schließung.

Die Probleme begannen, als die Besucherzahlen nach der Pandemie um die Hälfte einbrachen. Explodierende Energiekosten und Betriebskosten machten den Weiterbetrieb unmöglich. Gründerin und Leiterin Barbara Dechant sowie ein 120 Mitglieder zählender Verein unterstützten das Projekt lange – doch nun sind die finanziellen Mittel aufgebraucht.

Die Sammlung bewahrt historische Schilder aus Berlin und darüber hinaus auf, darunter Entwürfe aus der DDR-Zeit. Ein besonderes Highlight ist der Dekorative Fisch, der Anfang der 1980er-Jahre für ein Plattenbaugebäude am Frankfurter Tor geschaffen wurde. 1999 entstand eine Replik, doch das Original wurde später demontiert und in den Museumsbestand aufgenommen.

Da kein neuer Standort gesichert werden konnte, bleibt das Museum vorerst bis Jahresende in seinen aktuellen Räumen. Dechant sucht nach einem Lagerdepot und einer Partnerinstitution, um die Sammlung zugänglich zu halten. Sie hofft, dass die Buchstaben – ganz oder teilweise – weiterhin ausgestellt werden können.

Die Schließung lässt die Zukunft der 3.500 Neonstücke ungewiss. Das Museumsteam sucht weiterhin nach Lösungen für Lagerung und Ausstellung. Ohne festen Standort droht die Sammlung – inklusive des berühmten Dekorativen Fischs – aus der Öffentlichkeit zu verschwinden.

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