19 March 2026, 20:33

Bochum plant faire Taxi-Preise – und setzt auf Kompromiss mit Uber und Co.

Lebendige Stadtstraße mit Autos, Motorrädern und Rikschas, die an dem Gebäude "Capas Public Market" vorbeifahren, Strommasten, Laternenmasten, Gebäude und bewölkter Himmel im Hintergrund.

Bochum plant faire Taxi-Preise – und setzt auf Kompromiss mit Uber und Co.

Bochum arbeitet an neuen Regeln für faire Preisgestaltung zwischen Taxis und Fahrdienstvermittlern wie Uber

Die Stadt Bochum entwickelt derzeit neue Vorschriften, um die Preise zwischen klassischen Taxis und Fahrdienstvermittlern wie Uber auszugleichen. Bis zum Spätsommer sollen die anhaltenden Streitigkeiten beigelegt werden – erste Entwürfe liegen bereits vor. Anders als im benachbarten Essen, wo politische Uneinigkeit zu Verzögerungen geführt hat, setzt Bochum auf einen strukturierteren und kooperativeren Ansatz.

Ausgelöst wurde die Debatte in Bochum durch den Ruf nach einheitlichen Regelungen. Die Stadtverwaltung, geführt von einer Koalition aus SPD und Grünen, schlug im März 2026 Obergrenzen für die Beförderungsentgelte vor: Traditionelle Taxis dürften demnach maximal 2,50 Euro pro Kilometer berechnen, während Dienstleister wie Uber und Bolt bis zu 3 Euro pro Kilometer plus Wartegebühren verlangen könnten. In Essen hingegen blockieren sich CDU und Grüne gegenseitig, sodass ähnliche Pläne – darunter ein dynamisches Preismodell mit bis zu 4 Euro pro Kilometer in Stoßzeiten – auf Eis liegen.

Die Bochumer FDP schlägt einen anderen Weg ein: Sie fordert, dass Taxis flexible Preise und vor der Fahrt festgelegte Pauschalbeträge einführen – ähnlich wie die Fahrdienstvermittler. Zudem hat die Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben, das eine neue Tarifstruktur für Taxis prüfen soll. Dies zeigt, wie offen die Verwaltung für eine Modernisierung der bestehenden Vorschriften ist.

Im Gegensatz zu Essen plant Bochum keine Anhebung der Mindestpreise für Fahrdienstvermittler. Stattdessen liegt der Fokus darauf, die Taxiregeln anzupassen, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Die Verwaltung erwartet bis zum Ende des Sommers eine endgültige Entscheidung über das neue Preismodell.

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Das Ergebnis der Bochumer Preisdiskussion wird maßgeblich beeinflussen, wie Taxis und Fahrdienstvermittler in der Stadt künftig operieren. Falls die Pläne verabschiedet werden, würden sie Preisobergrenzen einführen und möglicherweise flexiblere Tarife für Taxis ermöglichen. Die Entscheidung soll noch vor dem Herbst fallen – und damit sowohl Fahrern als auch Fahrgästen Klarheit verschaffen.

Quelle