22 March 2026, 00:41

Borussia Dortmunds radikaler Neuanfang: Warum Mut jetzt alles ändern muss

Ein junger Mann in einem blauen Everton FC-Trikot steht auf einem Fußballfeld in einem Stadion.

Borussia Dortmunds radikaler Neuanfang: Warum Mut jetzt alles ändern muss

Borussia Dortmund steht vor einem tiefgreifenden Wandel in Führung und Kaderplanung. Der Sprecher der Geschäftsführung, Carsten Cramer, hat zu einer Rückkehr zu mutigen Entscheidungen aufgerufen und eingeräumt, dass frühere Zögerlichkeit den Verein teuer zu stehen gekommen ist. Der Abgang zentraler Spieler und verzögerte Verstärkungen haben das Team daran gehindert, an der absoluten Spitze mitzuspielen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In den vergangenen Jahren setzte Dortmund bei seiner Transferstrategie auf Vorsicht und wirtschaftliche Erträge. Hochkarätige Verkäufe wie die von Jude Bellingham für 103 Millionen Euro an Real Madrid, Erling Haaland für 60 Millionen Euro an Manchester City oder Jadon Sancho für 85 Millionen Euro an Manchester United spülten zwar erhebliche Summen in die Kassen – doch gelungen ist der Ersatz dieser Schlüsselspieler nicht.

Während Konkurrenten wie der FC Bayern München und Bayer Leverkusen kräftig investierten – etwa Bayern mit dem 90-Millionen-Transfer von Harry Kane –, zögerte Dortmund bei dringend benötigten Neuzugängen. Ein Beispiel: Erst 2024 verpflichtete der BVB für 18 Millionen Euro Stürmer Serhou Guirassy – zu spät, um im Titelrennen der Bundesliga-Saison 2023/24 noch mitzumischen. Ähnlich versäumte es der Klub, nach Bellinghams Abgang rechtzeitig einen langfristigen Ersatz für das Mittelfeld zu verpflichten, was die Kadertiefe schwächte.

Nun laufen Verträge aus, und Dortmund wird die Verträge von Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan nicht verlängern. Ihr Abschied markiert einen Einschnitt für die Mannschaft. Allerdings plant der Verein, Kapitän Emre Can, der sich derzeit von einem Kreuzbandriss erholt, ein neues Angebot zu unterbreiten.

Cramer hat die Kritik an der bisherigen Unentschlossenheit des Klubs anerkannt. Er betont, dass mutige Entscheidungen als Chancen und nicht als Risiken zu verstehen seien – mit dem Ziel, das Vertrauen in Dortmunds Vorgehen wiederherzustellen.

Die anstehenden Veränderungen werden Kader und Strategie des BVB prägen. Mit dem Abgang wichtiger Spieler und dem neuen Fokus auf konsequentes Handeln muss der Verein nun beweisen, dass er sich erfolgreich neu aufstellen kann. Ob es gelingt, die Lücke zu den Bundesliga-Konkurrenten zu schließen, wird sich an diesem Wandel entscheiden.

Quelle