31 December 2025, 05:08

Bottrop plant 1.500 neue Wohnungen – vier Flächen in Prüfung für mehr Wohnraum

Ein Wohngebiet mit Häusern, Gebäuden, Pflanzen, Bäumen und Gras auf dem Boden.

Bottrop plant 1.500 neue Wohnungen – vier Flächen in Prüfung für mehr Wohnraum

Bottrop plant neue Wohngebiete, um die wachsende Nachfrage nach Wohnraum in der Stadt zu decken. Vier Flächen – in Kirchhellen, Grafenwald und zwei Standorte in Essen – werden derzeit auf ihre Bebauungsmöglichkeiten geprüft. Zusammen könnten sie Platz für bis zu 1.500 neue Wohnungen in der Stadt bieten.

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat vorgeschlagen, 19 Hektar Wohnbauland in der Stadt Bottrop auszuweisen. Nun müssen die Verantwortlichen bewerten, welche Standorte sich am besten für die Bebauung eignen, bevor die Pläne bis 2027 finalisiert werden.

Das größte in Betracht gezogene Gebiet ist Grafenwald mit 39 Hektar in der Nähe von Ottenschlag, Sensenfeld und der Bottroper Straße. Zwar eignet es sich für eine dichtere Bebauung, doch sind zunächst detaillierte Umweltprüfungen sowie Verbesserungen bei Entwässerung und Verkehrsanbindung erforderlich.

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Auch das 1,8 Hektar große Gelände in Kirchhellen birgt Potenzial für Wohnraum in der Stadt. Bevor es jedoch weitergeht, müssen Planer Umweltbedenken klären und Entwässerungsprobleme lösen. In Essen werden zwei kleinere Flächen bewertet: Stenkhoffstraße/Am Limberg (6 Hektar) und Körnerstraße/Am Schlangenholt (8 Hektar). Beide könnten zum Wohnungsbestand der Stadt Bottrop beitragen, wobei die genaue Kapazität von der späteren Bebauungsdichte abhängt.

Der Vorschlag des RVR kommt zu einer Zeit, in der Bottrop eine steigende Nachfrage nach Einfamilienhäusern und eine wachsende Zahl an Haushalten in der Stadt verzeichnet. Änderungen in bestehenden Gewerbe- oder Industriegebieten sind nicht geplant, da ehemalige Bergbauflächen diese Bedürfnisse bereits abdecken. Am 9. Dezember wird der Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz die Pläne beraten. Anschließend holt die Stadt das Feedback politischer Akteure in der Stadt ein, um zu entscheiden, welche Standorte dem RVR zur weiteren Prüfung vorgelegt werden. Eine überarbeitete Regionalplanung unter Einbeziehung der Öffentlichkeit wird bis 2027 erwartet.

Falls die neuen Wohngebiete genehmigt werden, könnten sie Bottrop zwischen 300 und 1.500 Wohneinheiten in der Stadt hinzufügen. Die nächsten Schritte umfassen Umweltgutachten, politische Abstimmungen und Bürgerbeteiligung in der Stadt. Die endgültigen Entscheidungen werden die Wohnraumentwicklung der Stadt Bottrop auf Jahre hinaus prägen.