Bürokratie und hohe Kosten lähmen Deutschlands Wirtschaft – Unternehmen fordern rasche Reformen
Rolf-Peter ScheelCoca-Cola beschwert sich ├╝ber Standortbedingungen in Deutschland - Bürokratie und hohe Kosten lähmen Deutschlands Wirtschaft – Unternehmen fordern rasche Reformen
Deutschlands Wirtschaftskrise vertieft sich – Unternehmen warnen vor verschärften Bedingungen
John Galvin, Deutschland-Chef von Coca-Cola Europacific Partners (CCEP), kritisiert übermäßige Bürokratie und hohe Kosten als zentrale Investitionshemmnisse. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) spricht gar von der schwersten Krise seit seiner Gründung.
Galvin bemängelt das schwierige Geschäftsumfeld: Selbst einfache Vorhaben wie das Versetzen eines Zauns, das Beschneiden von Bäumen oder Dachreparaturen verzögerten sich durch langwierige Genehmigungsverfahren mit mehreren Behörden. Zudem belasten hohe Strompreise, steigende Löhne und eine wachsende Zahl an Krankheitstagen die Unternehmen finanziell.
Zwar begrüßt der Manager die jüngsten Ankündigungen von Bundeskanzler Friedrich Merz, Bürokratie abzubauen – doch nun müssten Taten folgen. Trotz der Frustration bleibt CCEP Deutschland treu: Das Unternehmen betreibt bundesweit 24 Standorte, darunter 13 Produktionsstätten, beschäftigt rund 6.100 Mitarbeiter und setzt jährlich 4,1 Milliarden Liter Getränke ab.
EU vereinfacht Nachhaltigkeitsberichte – Entlastung in Sicht? Am 9. Dezember 2025 einigten sich die EU-Institutionen auf eine Vereinfachung der Nachhaltigkeitsberichterstattung im Rahmen des „Sustainability Omnibus“. Die Reform sieht vor, die Anzahl der zu erfassenden Datenpunkte um 61 Prozent, die Pflichtangaben um 57 Prozent und die Zahl der berichtspflichtigen Unternehmen um etwa 80 Prozent zu reduzieren. Dadurch könnten Unternehmen über 30 Prozent der Compliance-Kosten einsparen – doch bis Ende 2025 waren die Änderungen noch nicht in Kraft getreten.
Ungewisse Aussichten: Unternehmen fordern schnelle Reformen Während die EU mit regulatorischen Erleichterungen gegensteuert, bleibt Deutschlands Wirtschaftslage angespannt. Hohe Kosten und zähe Verwaltungsprozesse belasten die Unternehmen weiter. Firmen wie CCEP halten zwar an ihren Standorten fest, drängen aber auf zügige Umsetzung der versprochenen Verbesserungen. Ob die Reformen rechtzeitig wirken, bleibt abzuwarten.
