Buschfeld in Solingen: Wohnbaupläne fallen – Natur gewinnt an Bedeutung
Iwona RoggeBuschfeld in Solingen: Wohnbaupläne fallen – Natur gewinnt an Bedeutung
Buschfeld in Solingen soll Status als potenzielles Wohnbaugebiet verlieren
Das Gebiet Buschfeld in Solingen wird voraussichtlich seinen Status als mögliche Wohnbau-Reservefläche im Düsseldorfer Regionalplan verlieren. Der Planungsausschuss des Regierungsbezirks hat einen Vorschlag unterstützt, das Areal stattdessen als Freifläche und landwirtschaftliche Nutzfläche neu einzustufen. Befürworter argumentieren, dass dieser Schritt dazu beitrage, die natürliche Landschaft der Region zu erhalten.
Die Empfehlung zur Neuklassifizierung von Buschfeld fand breite Zustimmung. Lediglich die Fraktion von FDP/Freie Wähler und ein SPD-Vertreter stimmten dagegen. Sie warnten, dass die Streichung des Gebiets aus den Entwicklungsplänen Solingens Möglichkeiten einschränken werde, künftig Wohnraum und wirtschaftliche Chancen auszubauen.
Die Debatte spiegelt eine grundsätzliche Spannung in Solingen wider: Auf der einen Seite gibt es Bestrebungen, Freiflächen und Agrarland zu schützen. Auf der anderen Seite betonen Kritiker die Notwendigkeit von Reserven, um die wachsende Nachfrage nach Wohnungen und Gewerbeflächen zu decken.
Während der Anhörungen sprachen sich auch die Industrie- und Handelskammer Niederrhein sowie die Handwerkskammer Düsseldorf gegen die Umwidmung aus. Dennoch geht der Beschluss des Planungsausschusses nun zur endgültigen Abstimmung an den vollen Regierungsrat.
Das letzte Wort über die Zukunft von Buschfeld liegt beim Regierungsrat. Wird der Plan gebilligt, entfällt die Ausweisung des Gebiets für Wohnzwecke. Dies würde eine Prioritätenverschiebung hin zu einem stärkeren Schutz von Freiflächen in der langfristigen Stadtplanung Solingens markieren.






