Cannabis-Konsum am Steuer: Krefelder verliert Führerschein nach Müllwagen-Unfall
Iwona RoggeCannabis-Konsum am Steuer: Krefelder verliert Führerschein nach Müllwagen-Unfall
Ein 43-jähriger Mann aus Krefeld war am Mittwochmorgen in einen Verkehrsvorfall verwickelt. Gegen 10:30 Uhr streifte er mit einem Müllfahrzeug eine Grundstücksmauer in der Straße An der Kreuzkaul in Grevenbroich. Die Polizei zog ihm vor Ort den Führerschein ein.
Bei den Ermittlungen fielen den Beamten seine geweiteten Pupillen und gerötete Augen auf. Der Mann gab zu, am Vorabend Cannabis konsumiert zu haben. Zur Überprüfung seiner Fahrtüchtigkeit wurde eine Blutprobe entnommen.
Ihm drohen nun in den kommenden Monaten mögliche Anklagen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. Bei einer Verurteilung müssen er mit Geldstrafen, dem Entzug der Fahrerlaubnis oder sogar einer Haftstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen. Seine Vollkaskoversicherung könnte die Übernahme der Schadenskosten verweigern oder kürzen, sodass er persönlich haften müsste. Zudem könnte seine Kfz-Haftpflichtversicherung wegen Vorsatzes oder grober Fahrlässigkeit Regressansprüche geltend machen.
Die Polizei warnte erneut davor, die Auswirkungen von Alkohol, Rauschmitteln oder Medikamenten auf die Fahrtüchtigkeit zu unterschätzen. Der Fall wird nun durch die Justiz weiterverfolgt – mit möglichen Konsequenzen wie Führerscheinentzug und finanzieller Haftung für den angerichteten Schaden.
