CDU Rhein-Berg zeigt ungewöhnliche Einheit bei politischer Fastnacht in Bergisch Gladbach
Jacqueline RöhrdanzCDU Rhein-Berg zeigt ungewöhnliche Einheit bei politischer Fastnacht in Bergisch Gladbach
Die politische Fastnachtsveranstaltung der CDU Rhein-Berg fand im Bürgerhaus Bergischer Löwe in Bergisch Gladbach statt. Die Gäste genossen ein traditionelles Fischmittagessen sowie eine scharfe politische Debatte. Die Zusammenkunft bot zudem einen seltenen Moment der parteiübergreifenden Einheit in der jüngeren politischen Geschichte der Stadt.
Organisiert wurde die Veranstaltung von Maurice Winter, dem neu gewählten Kreisvorsitzenden der CDU Rhein-Berg. Er eröffnete die Runde mit einem Dank an die örtlichen Grünen und die SPD für die konstruktive Zusammenarbeit während der jüngsten Koalitionsgespräche. Winter betonte die Bedeutung gemeinsamer Verantwortung und des Arbeitens über Parteigrenzen hinweg.
Johannes Winkel, Bundestagsabgeordneter und Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands, hielt die Hauptrede. Er bezog klar Stellung zu Migration, Sicherheit und anderen zentralen Themen und forderte entschlossenes Handeln. Winkel plädierte zudem für offene Debatten über die Herausforderungen Deutschlands und die Rolle der politischen Führung bei deren Bewältigung.
Seine Ausführungen reichten bis zu übergeordneten nationalen Themen: Deutschland solle bei der Gestaltung zukünftiger Politiken stärker auf die eigenen Stärken setzen. Das Publikum beteiligte sich lebhaft an der Diskussion, wobei Winkel zu mehreren umstrittenen Punkten direkte Kritik entgegenschlug.
Bereits zu Beginn des Jahres 2026 hatten CDU, Grüne und SPD in Bergisch Gladbach mit der gemeinsamen Auftragsvergabe für einen städtebaulichen Masterplan für die Innenstadt ihre Kooperationsbereitschaft unter Beweis gestellt. Der Plan umfasst Gebiete wie das Zanders-Gelände, das Bahnhofsumfeld und die alten Stadthäuser und zielt darauf ab, eine einheitliche Vision zu entwickeln, bevor über Abriss oder Sanierung entschieden wird. Dies stellt das erste große parteiübergreifende Projekt seit den Kommunalwahlen 2025 dar.
Die Veranstaltung verband eine Bilanz der bisherigen Erfolge mit einem zukunftsweisenden Programm. Winters Fokus auf Zusammenarbeit spiegelte sich in dem kürzlich gemeinsam eingebrachten Antrag für den Stadtentwicklungsplan wider. Winkels direkter Ansatz hingegen unterstrich den Willen der CDU, drängende Fragen ohne Zögern anzugehen.
