28 March 2026, 20:36

Chaos beim BVB-Spiel: Pyro, Prügeleien und 152 Stadionverbote nach HSV-Duell

Schwarzes und weißes Foto von Fußballspielern im Einsatz auf einem Feld mit Zuschauern im Hintergrund und einer Bundesliga 1978-79 Ajax 1-1 Hannover 96-Banner.

Chaos beim BVB-Spiel: Pyro, Prügeleien und 152 Stadionverbote nach HSV-Duell

Ausschreitungen und Gewalt überschatten Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV

Am 21. März 2026 wurde das Bundesliga-Duell zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV von gewalttätigen Ausschreitungen und Unruhen überschattet. Die Polizei nahm 16 Verdächtige fest und verhängte gegen 152 Personen ein Stadionverbot für den Signal Iduna Park, nachdem es sowohl innerhalb als auch außerhalb der Arena zu mehreren Vorfällen gekommen war. Die Zwischenfälle reiht sich in eine Serie fußballbezogener Straftaten der letzten Monate ein.

Das Spiel, das 81.365 Zuschauer verfolgten – darunter 7.770 Auswärtsfans des HSV –, begann mit dem Zünden pyrotechnischer Gegenstände durch unbekannte Täter. Während der Partie kam es immer wieder zu Störungen durch Feuerwerkskörper, die die Sicherheitskräfte in ihrer Arbeit behinderten. Nach dem Abpfiff blockierten etwa 300 größtenteils vermummte Dortmund-Anhänger die Mannschaftsbusse des Hamburger SV und gerieten mit gegnerischen Fans in Handgreiflichkeiten.

Bereits zu Jahresbeginn hatte es ähnliche Vorfälle gegeben. Am 28. Januar ereignete sich vor dem Champions-League-Spiel Dortmunds gegen Inter Mailand ein bewaffneter Raubüberfall. Zudem kam es im Dortmunder Stadtzentrum vor demselben Spiel zu zwei weiteren Überfällen, bei denen Borussia-Dortmund-Fans Anhänger des Hamburger SV attackierten. Am 28. Februar versuchten dann mehrere Auswärtsfans des FC Bayern München, sich gewaltsam Zugang zum Stadion zu verschaffen.

Die Behörden haben inzwischen 34 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Unter den untersuchten Straftatbeständen finden sich Diebstahl, Raub, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Verstöße gegen die öffentliche Ordnung sowie Vergehen gegen das Sprengstoffgesetz. Zwar wurden am 21. März 16 Verdächtige vorläufig festgenommen, doch alle 152 vorläufig in Gewahrsam genommenen Personen kamen noch in derselben Nacht wieder frei. Bisher wurden keine Anklagen erhoben oder Urteile gefällt, da die Ermittlungen noch andauern.

Die Dortmunder Polizei bekräftigte, konsequent gegen diejenigen vorzugehen, die Fußballveranstaltungen in rechtsfreie Räume verwandeln. Die Vorfälle unterstreichen die anhaltenden Probleme mit dem Fanverhalten – sowohl bei nationalen als auch bei europäischen Spielen. Weitere Entwicklungen werden erwartet, sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind.

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