17 February 2026, 17:32

Crowdfunding für Markus W. nach falschem Antisemitismus-Vorwurf durch Gil Ofarim

Eine alte Werbung für ein deutsches Hotel, das ein zweistöckiges Gebäude mit rotem Dach, weißen Wänden und einem großen Fenster im zweiten Stock zeigt, mit fetter Schrift und einem dekorativen Rahmen.

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Crowdfunding für Markus W. nach falschem Antisemitismus-Vorwurf durch Gil Ofarim

Ein Social-Media-Influencer hat eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen, um Markus W. zu unterstützen – den Leipziger Hotelmitarbeiter, der 2021 fälschlicherweise vom Sänger Gil Ofarim des Antisemitismus beschuldigt worden war. Die Initiative folgt auf jüngste Medienauftritte Ofarims, in denen er sich trotz einer verlorenen juristischen Auseinandersetzung um die falschen Vorwürfe als Opfer darstellte. Markus W., der einst unter Generalverdacht stand, hat inzwischen öffentliche Sympathie gewonnen, nachdem Ermittlungen seine Unschuld bewiesen hatten.

Der Streit begann im Oktober 2021, als Ofarim Markus W. vorwarf, ihm im Leipziger Westin Hotel wegen eines Davidstern-Halsketten die Bedienung verweigert zu haben. Zeugenaussagen, Videoaufnahmen und eine Prüfung durch die Staatsanwaltschaft widerlegten die Behauptung später. 2023 entschuldigte sich Ofarim vor Gericht, löschte das belastende Video und willigte ein, 20.000 Euro Entschädigung an W. sowie 10.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zu zahlen. Doch mehr als ein Jahr später wartet W. immer noch auf die Auszahlung.

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Erst kürzlich gewann Ofarim 400.000 Euro in der Show "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" und rückte damit wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Unterdessen soll die Crowdfunding-Aktion Markus W. helfen, einen Neuanfang zu wagen. Er plant, einen Teil der Spenden für Zeit mit seiner Familie zu verwenden, die Organisation HateAid – die sich gegen Hass im Netz engagiert – zu unterstützen und an die Leipziger Initiative Minilöwen* zu spenden, die Frühchen und kranken Neugeborenen hilft. Der Initiator der Kampagne versprach, nach Abschluss der Sammlung vollkommen transparent über die Weitergabe der Gelder zu informieren.

Die Spendenaktion unterstreicht die anhaltende öffentliche Solidarität mit Markus W., dessen Ruf nach dem falschen Vorwurf wiederhergestellt wurde. Während die vereinbarte Zahlung Ofarims weiterhin aussteht, sollen die gespendeten Mittel W. bei seinem persönlichen Neuanfang helfen und gleichzeitig Projekte fördern, die sich gegen Hass engagieren und bedürftige Familien unterstützen. Der Fall bleibt weiterhin im Blick der Öffentlichkeit, während W. sich darauf konzentriert, sein Leben wieder aufzubauen.