Cyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – 80.000 Kunden ohne digitale Dienste
Iwona RoggeCyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – 80.000 Kunden ohne digitale Dienste
Stadtwerke Detmold von schwerem Cyberangriff getroffen – IT-Systeme seit Sonntagabend lahmgelegt
Die Stadtwerke Detmold sind Opfer eines massiven Cyberangriffs geworden, der in der Nacht zum Sonntag sämtliche IT-Systeme des Unternehmens außer Gefecht setzte. Von den Folgen betroffen sind mehr als 80.000 Kunden im Kreis Lippe, die derzeit weder Online-Dienste noch telefonische Services nutzen können. Die Versorgung mit Strom, Gas und Trinkwasser bleibt jedoch unbeeinträchtigt.
Durch den Angriff wurde die digitale Infrastruktur des Unternehmens komplett gelähmt: Das Online-Kundenportal ist nicht mehr erreichbar, sodass Routinevorgänge wie das Übermitteln von Zählerständen oder die Aktualisierung von SEPA-Lastschriftmandaten aktuell unmöglich sind. Auch die Telefonleitungen fallen aus, was eine weitere wichtige Kommunikationsmöglichkeit blockiert.
Für dringende technische Störungen steht weiterhin eine Notfall-Hotline zur Verfügung. Wann die IT-Systeme vollständig wiederhergestellt sein werden, ist jedoch noch unklar. Die Dauer solcher Wiederherstellungsprozesse variiert bei vergleichbaren Angriffen auf deutsche Kommunalversorger stark – abhängig von Faktoren wie der Vorbereitung der Systeme und der Komplexität des Angriffs.
Die Ermittlungen hat das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA) übernommen. Ob bei dem Vorfall Kundendaten abflossen, steht bisher noch nicht fest.
Trotz des anhaltenden IT-Ausfalls garantieren die Stadtwerke Detmold eine unterbrechungsfreie Energie- und Wasserversorgung. Kunden werden aufgefordert, bei akuten Problemen die Notfall-Hotline zu nutzen und auf weitere Updates zu warten. Wann der Regelbetrieb wiederaufgenommen wird, konnte das Unternehmen bisher nicht mitteilen.
