10 April 2026, 22:33

Deutsches Industrie-Bündnis baut europäisches E-Fuel-Netzwerk für das Militär auf

Altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, umgeben von Metallstangen und Polen, beschriftet mit "Neue Eisengießerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Deutsches Industrie-Bündnis baut europäisches E-Fuel-Netzwerk für das Militär auf

Ein Bündnis deutscher Industrie- und Cleantech-Unternehmen baut ein europaweites Netzwerk von E-Fuel-Anlagen für militärische Zwecke auf. Das Projekt mit dem Namen Giga PtX zielt darauf ab, eine sichere und lokale Treibstoffversorgung für die Streitkräfte zu schaffen und gleichzeitig die europäischen Klimaneutralitätsziele zu unterstützen.

Rheinmetall führt die Allianz an und verantwortet Planung, Bau und Betrieb der neuen Anlagen. Der Rüstungskonzern wird zudem eigene Mittel investieren, um den Ausbau der Power-to-X-Infrastruktur in Europa zu beschleunigen.

An der Seite von Rheinmetall beteiligen sich Sunfire, Greenlyte und Ineratec – jedes Unternehmen übernimmt dabei einen zentralen Schritt in der E-Fuel-Produktion. Bereits Anfang dieses Jahres hatte Rheinmetall die Partnerschaft mit Ineratec bekannt gegeben und E-Fuels als unverzichtbar für die moderne Verteidigungsbereitschaft bezeichnet.

Bis 2030 soll das Netzwerk aus mehreren hundert modularen Anlagen in ganz Europa bestehen. Jede dieser Produktionsstätten wird jährlich zwischen 5.000 und 7.000 Tonnen Diesel, Marinediesel oder Kerosin herstellen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre strebt das Projekt eine jährliche Produktion von rund 20 Millionen Litern E-Fuels an.

Die Initiative soll nicht nur militärische Operationen klimaneutraler gestalten, sondern auch die Treibstoffunabhängigkeit der europäischen Streitkräfte sichern. Bis 2030 könnte das Anlagen-Netzwerk eine Schlüsselrolle sowohl für die militärische Logistik als auch für die übergeordneten Klimaziele spielen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle