Die Linke in NRW will 2027 mit Rekordunterstützung ins Parlament zurück
Milan SüßebierDie Linke in NRW will 2027 mit Rekordunterstützung ins Parlament zurück
Die Linke in Nordrhein-Westfalen verzeichnet einen deutlichen Zuwachs an lokaler Unterstützung und hat ihre Zahl an Kommunalvertretern seit 2020 nahezu verdoppelt. Mit nun 734 Mandatsträgern in den Räten richtet die Partei ihren Blick auf ein stärkeres Comeback bei der nächsten Landtagswahl. Einige Mitglieder drängen bereits auf eine Rückkehr in den Landtag nach Jahren der Abwesenheit.
Erstmals zog die Linke 2010 in den nordrhein-westfälischen Landtag ein, verlor ihre Sitze jedoch bereits zwei Jahre später. 2012 erreichte sie nur 2,5 Prozent der Stimmen und verfehlte damit die Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug. Im selben Jahr scheiterte die Partei zudem mit einem Haushaltsantrag an mangelnder Unterstützung, was Neuwahlen erzwang.
Seither kämpft die Linke um einen erneuten Einzug in die Landespolitik. Sowohl 2017 als auch 2022 verpasste sie den Wiedereinzug – zuletzt mit nur 2,1 Prozent der Stimmen. Doch die Kommunalwahlen 2022 erzählten eine andere Geschichte: Im Landesdurchschnitt erreichte die Partei 5,6 Prozent und errang acht Direktmandate in Stadträten.
Nun streben Persönlichkeiten wie Nadine Mai und Till Sörensen-Siebel nach Höherem. Das Ziel für 2027 ist klar: eine halbe Million Stimmen sichern und endlich in den Landtag zurückkehren.
Der lokale Aufstieg der Linken deutet auf eine Wende hin – mit 734 Mandatsträgern im Rücken. Sollte das Ziel von 500.000 Stimmen 2027 erreicht werden, könnte die Partei nach mehr als einem Jahrzehnt Abwesenheit wieder in den Landtag einziehen. Entscheidend wird sein, ob sich der aktuelle Schwung in breitere landesweite Unterstützung übersetzen lässt.






