Dortmund kämpft mit kostenlosen Schwimmkursen gegen Nichtschwimmer-Drama
Rolf-Peter ScheelDortmund kämpft mit kostenlosen Schwimmkursen gegen Nichtschwimmer-Drama
Hunderte Kinder in Dortmund nehmen in diesem Herbst an kostenlosen Schwimmkursen teil. Das Programm soll einem besorgniserregenden Trend entgegenwirken: In einigen Stadtteilen können bis zu 80 Prozent der Kinder nicht schwimmen. Lokale Vereine und der StadtSportBund Dortmund haben sich zusammengeschlossen, um dies zu ändern – mit zwei Wochen intensivem Training im Südbad, einem öffentlichen Schwimmbad.
Über 300 Kinder ab der zweiten Klasse besuchen die Kurse während der Herbstferien. Anfänger beginnen mit der Gewöhnung ans Wasser, lernen zu gleiten, zu schweben und im Notfall um Hilfe zu rufen. Das Ziel ist klar: Jedes Kind soll die Grundschule als sicherer Schwimmer verlassen.
Fortgeschrittene erlernen zudem lebensrettende Fähigkeiten wie das Rückenschwimmen. Die Veranstalter betonen, wie wichtig regelmäßiges Üben ist, und rufen Eltern dazu auf, auch außerhalb der Kurse mit ihren Kindern schwimmen zu gehen. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der Statistiken zeigen, dass jedes fünfte Kind in Nordrhein-Westfalen nicht schwimmen kann.
Die Initiative ist Teil einer umfassenderen Bemühung, sicherzustellen, dass kein Kind in Dortmund diese lebenswichtige Fähigkeit verpasst. Die kostenlosen Kurse laufen zwei Wochen lang und vermitteln den Kindern ein solides Fundament in Wassersicherheit. Bis zum Ende des Programms hoffen die Organisatoren, dass sich alle Teilnehmer im Wasser sicherer fühlen. Langfristig bleibt das Ziel unverändert: die Zahl der Nichtschwimmer in der Stadt zu verringern.






