Dortmunder Kult-Karneval "Geierabend" meldet nach 34 Jahren Insolvenz an
Milan SüßebierDortmunder Alternativkarneval 'Geierabend' ist insolvent - Dortmunder Kult-Karneval "Geierabend" meldet nach 34 Jahren Insolvenz an
Dortmunder Kult-Karneval "Geierabend" meldet nach 34 Jahren Insolvenz an
Ein langjähriges satirisches Karnevalsfest in Dortmund hat nach 34 Jahren Insolvenz angemeldet. Der "Geierabend", seit 1992 eine beliebte Tradition im Ruhrgebiet, steht nun vor einer ungewissen Zukunft. Die Veranstalter haben beim zuständigen Amtsgericht ein Insolvenzverfahren beantragt.
Der finanzielle Zusammenbruch des Events ist das Ergebnis jahrelanger unbezahlter Rechnungen und wachsender Schulden. Rückwirkende Forderungen der GEMA in Höhe eines niedrigen sechsstelligen Betrags verschärften die Lage zusätzlich. Als Hauptgründe für das Scheitern nannten die Organisatoren Altlasten und frühere finanzielle Risiken.
Trotz der Krise gibt es noch Pläne für eine letzte Vorstellung in diesem Sommer. Allerdings ist unklar, wie die Finanzierung gesichert werden soll. Martin Kaysh, langjähriger Moderator und ehemaliger Mitgeschäftsführer, betonte die kulturelle Bedeutung des "Geierabends" für Dortmund und das gesamte Ruhrgebiet.
Der Veranstalter, die Geierabend Flattermann-Factory gUG, hat kürzlich offiziell Insolvenz angemeldet. Damit endet vorerst eine jahrzehntelange Ära satirischer Karnevalsveranstaltungen, die fest zur lokalen Kultur gehörten. Ohne finanzielle Stabilität bleibt die Zukunft des Events jedoch ungewiss.
Die Insolvenz wirft nun Fragen über die geplante Abschlussvorstellung im Sommer auf. Zunächst müssen die Organisatoren unbeglichene Schulden und die GEMA-Forderungen klären. Bis dahin schwebt das Erbe des "Geierabends" als satirische Karnevalstradition in Gefahr.
