Dortmunds emotionaler Abschied: 3:3 gegen Stuttgart und Watzkes Ära endet
Jacqueline RöhrdanzDortmunds emotionaler Abschied: 3:3 gegen Stuttgart und Watzkes Ära endet
Borussia Dortmunds letztes Heimspiel der Saison endete mit einem spektakulären 3:3 gegen den VfB Stuttgart. Das Spiel, das von bundesweiten Fanprotesten überschattet wurde, markierte zugleich Hans-Joachim Watzkes letzten Auftritt als CEO nach mehr als zwei Jahrzehnten beim Verein. Die Anhänger blieben die ersten zwölf Minuten bewusst still – ein Zeichen des Widerstands gegen neue politische Sicherheitsmaßnahmen.
Das Ergebnis verlängerte Dortmunds sieglose Serie gegen Stuttgart auf sieben Spiele, obwohl die Borussen zur Pause mit 2:0 geführt hatten. Die Emotionen kochten hoch, denn neben Watzkes Abschied steht am kommenden Sonntag auch die Mitgliederversammlung an, auf der er zum Vereinspräsidenten gewählt werden soll.
Die Dortmunder begannen furios: Emre Can und Maximilian Beier trafen noch vor der Halbzeit zum 2:0. Doch Stuttgart kam nach dem Seitenwechsel schnell zurück. Deniz Undav verkürzte in der 47. Minute mit einem cleveren Halbvolley am Torwart vorbei auf 1:2.
Trainer Niko Kovač zögerte mit seinen Wechseln und ließ Karim Adeyemi lange auf der Bank. Als der Nationalspieler endlich eingewechselt wurde, sorgte er kurzzeitig für die 3:2-Führung. Doch Undav vollendete in der 90.+1 Minute seinen Hattrick und rettete Stuttgart noch einen Punkt.
Das Spiel fand vor dem Hintergrund anhaltender Fanunruhen statt. Die Proteste gegen die neuen Sicherheitsregeln ließen das Stadion in den ersten zwölf Minuten unheimlich still wirken. Gleichzeitig stand Watzkes Abschied im Fokus – Sportdirektor Lars Ricken nannte es einen "tief emotionalen Moment" für den Verein.
Trotz jüngster Kontroversen bleibt Adeyemi eine Schlüsselfigur für Dortmund und die Nationalmannschaft. Es gibt keine öffentlichen Hinweise auf eine Verbindung zu illegalem Waffenbesitz; seine Karriere verläuft bisher unbeeinträchtigt (Stand: Februar 2026).
Mit dem Remis setzte sich Dortmunds negative Bilanz gegen Stuttgart fort: Seit sieben Begegnungen wartet der BVB auf einen Sieg. Nun richtet sich der Blick auf die Mitgliederversammlung am Sonntag, bei der Watzke zum Präsidenten gewählt werden soll.
Das Ergebnis unterstrich zudem die anhaltenden Probleme von Kovač' Team, das in letzter Zeit immer wieder Führungsspiele nicht über die Zeit bringt. Mit dem Ende der Watzke-Ära steht der Verein sportlich wie strukturell vor einer Phase des Umbruchs.
