Dürpel-Fest in Ohligs kämpft um seine Zukunft – kann Tradition gerettet werden?
Jacqueline RöhrdanzDürpel-Fest in Ohligs kämpft um seine Zukunft – kann Tradition gerettet werden?
Der Marketing- und Bürgerverein Ohligs e.V. (OWG) hat kürzlich seine Jahreshauptversammlung abgehalten, um vergangene Aktivitäten zu bewerten und die Zukunft zu planen. Im Mittelpunkt stand das Dürpel-Fest, eine jährliche Veranstaltung in Ohligs, die derzeit mit finanziellen und logistischen Herausforderungen kämpft.
Bei der Versammlung wurden zudem anstehende Veränderungen bekannt gegeben, darunter der Rückzug von drei langjährigen Vorstandsmitgliedern im Jahr 2026.
Besorgnis löste vor allem die Zukunft des Dürpel-Fests aus. Steigende Sicherheitskosten und wirtschaftliche Belastungen führten bei einigen Mitgliedern zu der Frage, ob die Veranstaltung unter den aktuellen Bedingungen weitergeführt werden kann. Dennoch betonten Vorstand und Projektteam ihren Willen, das Fest am Leben zu halten – offen für neue Ideen und Ansätze.
Dr. Christoph Fuhrmann, Vorsitzender und Schatzmeister des Vereins, unterstrich die Bedeutung des Festes als verbindendes Element für die lokale Gemeinschaft. Zwar erhält die OWG finanzielle Unterstützung von der Stadt Solingen, doch muss die Veranstaltung auf gemeinnütziger Basis stattfinden.
Neben dem Dürpel-Fest kündigte der Verein vier sonntägliche Einkaufsveranstaltungen für 2026 an: "Frühlingserwachen", "Wohlfühl-Sonntag", "Ohligs verbindet" und "Weihnachts-Dürpel". Besonders der "Wohlfühl-Sonntag" wird in Kooperation mit dem OhKi-Kinderfest stattfinden, das von der Initiative Solinger Gemeinschaft (ISG) organisiert wird.
Gleichzeitig bereitet sich die OWG auf personelle Veränderungen vor: Drei erfahrene Vorstandsmitglieder werden im Sommer 2026 nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Um die Kontinuität zu wahren, wirbt der Verein aktiv um neue Mitglieder und Freiwillige, die die Arbeit unterstützen.
Das Dürpel-Fest wird zwar stattfinden, könnte aber in einem angepassten Format, um den finanziellen und sicherheitstechnischen Anforderungen gerecht zu werden. Die geplanten Einkaufsveranstaltungen und die Suche nach Engagierten sollen die Gemeinschaft weiter stärken.
Mit den bevorstehenden Wechseln im Vorstand steht der Verein vor einer neuen Phase – bleibt aber seinen lokalen Projekten treu.
