Düsseldorfer Zoll schlägt im Sommerferien-Chaos mit 229 Strafverfahren zu
Rolf-Peter ScheelDüsseldorfer Zoll schlägt im Sommerferien-Chaos mit 229 Strafverfahren zu
Zollbeamte am Düsseldorfer Flughafen hatten in den Sommerferien alle Hände voll zu tun – mit Hunderten von Ermittlungsverfahren. Zwischen Straf- und Ordnungswidrigkeiten deckten sie alles auf: von nicht deklariertem Bargeld bis zu verbotenen Waffen. Die Kontrollen führten zudem zu großen Beschlagnahmungen von unversteuerten Waren und illegalen Importen.
Während der Ferienzeit leiteten die Behörden 229 Strafverfahren und 38 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Ein Schwerpunkt lag auf nicht gemeldeten Bargeldbeträgen: Über 30 Reisende hatten insgesamt 515.000 Euro nicht deklariert. Weitere 35 Fälle betrafen den verbotenen Import von Medikamenten.
Der Zoll beschlagnahmte zudem 411.000 nicht versteuerte Zigaretten, 153 Kilogramm Tabak und 10 Liter Alkohol. Diese Waren standen im Zusammenhang mit 174 Fällen von Steuerhinterziehung durch nicht deklarierte Luxusgüter oder Tabakerzeugnisse. Daraufhin wurden 20 Reisende mit verbotenen Waffen erwischt.
Verstöße gegen den Artenschutz blieben selten – nur zwei Vorfälle mit Korallensteinen wurden registriert. Michael Walk, Sprecher des Düsseldorfer Hauptzollamts, bestätigte die geringe Zahl solcher Fälle. Um mögliche Bußgelder abzusichern, hinterlegten die Behörden rund 40.000 Euro als Kaution von den Betroffenen.
Die Sommeraktionen am Düsseldorfer Flughafen führten zu einer breiten Palette von Durchsetzungsmaßnahmen. Die Behörden zogen große Mengen unversteuerter Waren, nicht deklariertes Bargeld und illegale Güter ein. Die Verfahren werden nun über die rechtlichen Instanzen weiterverfolgt.






