Edeltraut Müller erhält Bundesverdienstkreuz für ihr Lebenswerk in der Sozialarbeit
Iwona RoggeEdeltraut Müller erhält Bundesverdienstkreuz für ihr Lebenswerk in der Sozialarbeit
Edeltraut Müller mit höchster ziviler Auszeichnung Deutschlands geehrt
Für ihr lebenslanges Engagement in der Sozialarbeit ist Edeltraut Müller mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Die 82-Jährige erhielt die Ehrung am 28. November 2025. Ihr Wirken umfasst die Krankenpflege, Leitungsaufgaben in der Altenhilfe sowie die ehrenamtliche Begleitung sterbenskranker Patienten.
Müller begann ihre berufliche Laufbahn als Ordensschwester in Münster, bevor sie in Essen eine Ausbildung zur Krankenschwester absolvierte. Später übernahm sie die Leitung des Caritas-Stifts St. Lambertus in Rellinghausen, wo sie als eine der Ersten Bewohnern erlaubte, Haustiere zu halten – eine damals noch ungewöhnliche Praxis.
Seit 2014 engagiert sie sich beim Projekt «Wünschewagen», das sterbenskranken Menschen letzte Wünsche erfüllt. Im Laufe der Jahre begleitete sie persönlich über 100 Patienten auf ihren letzten Reisen. Seit 2017 wirkt sie zudem ehrenamtlich für die St. Ludgeri-Stiftung in Essen-Werden.
Erstmals gewürdigt wurden ihre Verdienste 2024 mit dem «Ehrentaler», einer lokalen Auszeichnung für herausragendes Engagement. Der Verdienstorden krönt nun Jahrzehnte des Einsatzes für benachteiligte Gruppen. Die Ehrung unterstreicht Müllers prägenden Einfluss auf die Altenpflege, die Palliativversorgung und das gemeinnützige Engagement. Ihre Arbeit hat Standards in Pflegeheimen verändert und Hunderten von Patienten Trost gespendet. Die Auszeichnung folgt auf Jahre stiller, aber nachhaltiger Veränderung.






