Edin Džeko trifft bei Schalke-Debüt – und schreibt mit 39 Jahren 2.-Liga-Geschichte
Jacqueline RöhrdanzEdin Džeko trifft bei Schalke-Debüt – und schreibt mit 39 Jahren 2.-Liga-Geschichte
FC Schalke 04 sorgt mit der Verpflichtung von Edin Džeko für Schlagzeilen – der Stürmer debütierte mit Rekordtor in der 2. Bundesliga Mit der Verpflichtung von Edin Džeko hat der FC Schalke 04 für Furore gesorgt. Der Stürmer schrieb bei seinem Debüt Geschichte: Mit 39 Jahren wurde er zum ältesten Profi, der in seinem ersten Spiel für den Verein traf, und rettete mit seinem Tor gegen den 1. FC Kaiserslautern in der 2. Bundesliga ein Unentschieden. Der Transfer hat sowohl die Fans als auch die Mannschaft beflügelt – Cheftrainer Miron Muslić bezeichnete die Zusammenarbeit mit dem Bosnien-Star als einen "surrealen Moment" in seiner Karriere.
Džeko stieß Ende Januar 2026 als ablösfreier Spieler zu Schalke und brachte den Ruf eines bosnischen Fußballidols mit. Sein Einfluss war sofort spürbar: Beim ersten Einsatz traf er in der 87. Minute und demonstrierte dabei die Technik und Kaltblütigkeit, die ihn einst weltbekannt machten. Das Tor sicherte nicht nur einen Punkt, sondern stellte auch einen Altersrekord für Debütanten in der Liga auf.
Für Muslić ist die Zusammenarbeit mit Džeko ein Traum, der Wirklichkeit wurde. Als junger Stürmer verehrte er den bosnischen Angreifer und orientierte sich sogar an dessen Spielweise. Jetzt, als Cheftrainer von Schalke, musste er seine persönliche Bewunderung beiseiteschieben und sich darauf konzentrieren, wie Džeko die Mannschaft stärken kann. Die Professionalität und Einstellung des fast 40-Jährigen haben bei der gesamten Elf bleibenden Eindruck hinterlassen.
Abseits des Platzes zeigt Džeko beispielhafte Hingabe. Nach seinem Debüt war er der erste Spieler, der im Trainingszentrum von Schalke zur Regeneration erschien – begleitet von seiner Familie. Seine Präsenz hat die Vorfreude rund um den Verein noch verstärkt, besonders da Schalke mit 16 verbleibenden Spielen die Tabelle der 2. Bundesliga anführt. Zwar steht noch kein Titelgewinn zu Buche, doch das Hauptaugenmerk liegt auf dem Aufstieg – ein Ziel, das Džeko mit aller Entschlossenheit unterstützen will.
Muslić gibt offen zu, dass er sich nie hätte vorstellen können, seinen Kindheitshelden eines Tages zu trainieren. Als Džeko erstmals Interesse an einem Wechsel zu Schalke zeigte, überwältigten ihn die Emotionen. Doch jetzt, da der Stürmer im Kader steht, bleibt der Trainer pragmatisch: Im Fußball sei nichts unmöglich.
Džekos Ankunft hat der Aufstiegshoffnung von Schalke neuen Schwung verliehen. Sein Debüttor und seine Erfahrung verleihen einer Mannschaft zusätzliches Gewicht, die ohnehin schon die Liga dominiert. Mit fortschreitender Saison werden seine Leistungen – sowohl auf dem Platz als auch als Vorbild für eine neue Spielergeneration – genau beobachtet werden.
