31 March 2026, 12:54

Eltern und Erzieher protestieren gegen KiBiz-Reform in Lennestadt

Eine Gruppe von Menschen demonstriert vor einem Gebäude in Deutschland, mit Schildern und Plakaten, zwei Personen sitzen im Vordergrund und ein Müllcontainer auf der rechten Seite.

Eltern und Erzieher protestieren gegen KiBiz-Reform in Lennestadt

Rund 50 Eltern, Erzieherinnen und Kinder versammelten sich diese Woche vor dem St.-Josef-Kindergarten Saalhausen in Lennestadt, um gegen die geplanten Änderungen am Kinderbildungsgesetz Nordrhein-Westfalens (KiBiz) zu protestieren. Die von dem Trägerverband WIR-KITAs organisierte Kundgebung machte die wachsende Verärgerung über Personalmangel und steigende Kosten in Kitas deutlich.

Die Demonstration stand unter dem Motto "Wir sind sprachlos" und brachte die Sorgen der Teilnehmer über ungedeckte Bedarfe in der frühkindlichen Bildung zum Ausdruck. Vanessa Frankenthal, Leiterin des Kindergartens, betonte, dass die Kinder unter dem Mangel an qualifiziertem Personal leiden. Sie warnte, die Lage habe sich seit der Einführung der KiBiz-Reform im Januar weiter verschärft, da die Förderung nicht mit der Inflation Schritt halte.

Die Landesregierung hat zwar zusätzliche 200 Millionen Euro für das kommende Kita-Jahr zugesagt, doch Kritiker halten dies für unzureichend. Viele befürchten, dass das geplante "Kern- und Randzeiten"-Modell die Betreuungsqualität mindern wird, indem es flexible Kinderbetreuungsangebote einschränkt.

Die größten Herausforderungen für die Träger bleiben weiterhin die Energiekosten und der Personalmangel. Ähnliche Proteste werden in den kommenden Wochen an weiteren Kitas erwartet. Sollten die Reformen beschlossen werden, treten sie 2025 in Kraft.

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Die Demonstrationen spiegeln eine breitere Unzufriedenheit mit der geplanten KiBiz-Novelle wider. Während die Landesregierung betont, die Reformen würden die Effizienz steigern, warnen Kita-Träger, dass die ohnehin knappen Ressourcen noch weiter ausgedünnt werden. Offizielle Zahlen, wie viele Einrichtungen sich seit Januar an den Protesten beteiligt haben, liegen nicht vor.

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