Essen führt Zweijahreshaushalt ein und spart Millionen durch Schuldenentlastung
Jacqueline RöhrdanzEssen führt Zweijahreshaushalt ein und spart Millionen durch Schuldenentlastung
Essen stellt auf einen zweijährigen Haushaltszyklus für 2027/2028 um, um die Finanzplanung zu verbessern und Kosten zu senken. Die Stadt profitiert zudem vom Entschuldungsprogramm Nordrhein-Westfalens und spart so Millionen an Zinszahlungen. Ein Entwurf des neuen Haushalts wird dem Rat im September vorgelegt, die endgültige Abstimmung folgt im November.
Die Stadtverwaltung hat beschlossen, für die Jahre 2027 und 2028 einen Zweijahreshaushalt aufzustellen – statt wie bisher jährlich zu planen. Dieses Vorgehen soll Essen mehr Planungssicherheit für kreditfinanzierte Projekte verschaffen, insbesondere im zweiten Jahr. Gleichzeitig verringert es den bürokratischen Aufwand für Verwaltung und politische Gremien.
Ein weiterer Vorteil ist die gestiegene Transparenz, da das Zweijahresformat die Berichtspflichten stärkt. Dennoch bleibt die Stadt bei den Ausgaben diszipliniert: Freiwillige Leistungen werden überprüft, und nicht dringende Verwaltungsausgaben werden verschoben.
Essen nimmt außerdem am Entschuldungsprogramm Nordrhein-Westfalens im Rahmen des Altlasten-Entschuldungsgesetzes teil. Dadurch übernimmt das Land Liquiditätskredite in Höhe von rund 610,7 Millionen Euro. Allein für 2026 erwartet die Stadt dadurch Einsparungen von etwa 11,7 Millionen Euro bei den Zinszahlungen.
Der Haushaltsentwurf wird dem Rat offiziell am 16. September 2026 vorgestellt. Die endgültige Entscheidung und Abstimmung über den Zweijahresplan sind für den 18. November 2026 vorgesehen.
Der neue Zweijahreshaushalt gibt Essen mehr finanzielle Planbarkeit und reduziert den Verwaltungsaufwand. Durch die Schuldenentlastung des Landes spart die Stadt Millionen an Zinsen, hält gleichzeitig aber strikt an Ausgabenkontrollen fest. Der endgültige Haushalt wird nach einem ausführlichen Prüfverfahren im November vom Rat beschlossen.






