15 April 2026, 14:39

Essen startet KI-Verkehrstest COMO an der Ruhrallee für smartere Mobilität

Eine belebte Stadtstraße mit einem Lastwagen, einem Auto und einem SUV im Verkehr, umgeben von Laternenmasten, Ampeln, Texttafeln, Bäumen und Gebäuden unter einem Himmel.

Essen startet KI-Verkehrstest COMO an der Ruhrallee für smartere Mobilität

Essen testet neues KI-gestütztes Verkehrssystem COMO an der Ruhrallee

Ab dem 19. Januar 2026 wird in Essen ein innovatives, KI-basiertes Verkehrssystem mit dem Namen COMO an der Ruhrallee erprobt. Der Testlauf dauert bis zum 28. Februar und wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr finanziert. Ziel des Projekts ist es, die städtische Mobilität durch Echtzeitdaten und intelligente Technologien zu verbessern.

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Während der sechswochen Testphase wird das System den Verkehrsfluss mithilfe von Sensoren, Kameras und dynamischen Schildern überwachen und anpassen. Im Fokus steht dabei eine zentrale Kreuzung, an der die Ruhrallee auf die Westfalenstraße und die Wuppertaler Straße trifft – in der Nähe des Depots der Ruhrbahn GmbH.

COMO verknüpft Daten aus Bildverarbeitungssystemen, Sensornetzwerken und externen Quellen wie Wetterberichten, Veranstaltungskalendern und Fahrplänen des öffentlichen Nahverkehrs. Diese Informationen werden in einer zentralen Steuerung verarbeitet, sodass das System Ampelschaltungen, Beschilderung und Verkehrsströme in Echtzeit anpassen kann. Damit sollen Staus verringert, die Sicherheit erhöht und Emissionen gesenkt werden – durch eine direkte Reaktion auf aktuelle Bedingungen.

Während des Tests werden mehrere Komponenten erprobt, darunter Umweltsensoren zur Messung von Stickoxid- (NOₓ) und CO₂-Werten, KI-gesteuerte Ampeln sowie LED-Matrixschilder, die Autofahrern dynamische Hinweise liefern. Kamerasysteme erfassen die Fahrzeugbewegungen, während intelligente Algorithmen die Schaltzeiten der Ampeln bedarfsgerecht anpassen. Die Ruhrallee wurde als Pilotstrecke ausgewählt, weil sie unterschiedliche Verkehrsbelastungen aufweist – von Verspätungen im Öffentlichen Verkehr über Baustellen bis hin zu Umwelteinflüssen.

Anwohner und Pendler müssen mit vorübergehenden Beeinträchtigungen rechnen, während Ingenieure die Software und Systemparameter optimieren. Diese Anpassungen sind notwendig, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, bevor COMO am 1. März 2026 in den Regelbetrieb geht. Das Projekt ist Teil des Bundesprogramms "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme", das bundesweit Smart-City-Initiativen fördert.

Bei Erfolg könnte das COMO-System die Verkehrssteuerung in Essen revolutionieren. Die Technologie verspricht kürzere Fahrzeiten, weniger Umweltbelastung und mehr Sicherheit durch adaptive Regelungen. Unmittelbar nach der Testphase beginnt die vollständige Umsetzung entlang der Ruhrallee, weitere Ausweitungen sind abhängig von den Ergebnissen möglich.

Quelle