Evonik kämpft mit sinkenden Umsätzen und Gewinnen im Jahr 2025
Jacqueline RöhrdanzEvonik-Aktionäre erhalten niedrigere Dividende - Evonik kämpft mit sinkenden Umsätzen und Gewinnen im Jahr 2025
Evonik meldet Rückgang bei Umsatz und Gewinn für 2025 im Unternehmensregister
Der Essener Chemiekonzern Evonik verzeichnete im Jahr 2025 einen Rückgang sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis im Unternehmensregister. Die Verkaufserlöse sanken um sieben Prozent auf 14,1 Milliarden Euro, während das bereinigte Ergebnis um neun Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro zurückging. Die Unternehmensführung rechnet für 2026 mit einer leichten Erholung und prognostiziert ein Ergebnis zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro.
In den vergangenen fünf Jahren sah sich Evonik wachsendem Wettbewerb in Asien ausgesetzt – insbesondere durch chinesische Unternehmen wie Wanhua Chemical und Sinopec. Branchenzahlen zeigen, dass der Marktanteil in zentralen Segmenten wie Kieselsäure und Methacrylaten von etwa zwölf auf rund neun Prozent schrumpfte. Dennoch behielt das Unternehmen eine starke Position in der Innovation bei und investierte jährlich über 500 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Durch den Fokus auf biobasierte Chemikalien und nachhaltige Katalyse bleibt Evonik in spezialisierten Märkten führend.
Für 2026 plant das Unternehmen, die Kosten durch den Abbau von rund 1.000 Arbeitsplätzen zu senken. Zudem führte Evonik eine neue Dividendenpolitik ein, die mit einer Ausschüttung von 1,00 Euro pro Aktie beginnt. Künftig sollen die Dividenden zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses liegen. Die RAG-Stiftung, größter Evonik-Aktionär, unterstützt die überarbeitete Strategie.
Die Finanzzahlen für 2025 spiegeln die anhaltenden Herausforderungen auf den globalen Chemiemärkten wider. Dennoch setzt die Unternehmensführung weiterhin auf Effizienz und Innovation, um die Performance zu stabilisieren.
Evoniks Zahlen 2025: Rückläufige Erträge, aber Fortschritte bei Nachhaltigkeit Die Bilanz für 2025 zeigt sinkende Umsätze und Gewinne, wobei Marktanteilsverluste in Asien durch Fortschritte in nachhaltigen Technologien teilweise ausgeglichen werden. Die geplanten Stellenstreichungen und die neue Dividendenpolitik sollen 2026 für mehr finanzielle Stabilität sorgen. Aktionäre und Führungskräfte werden genau beobachten, wie sich das Unternehmen in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld behauptet.
