02 May 2026, 02:30

Ex-Diplomaten rufen US-Wähler zur Unterstützung der Demokraten auf

Karte veranschaulicht die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr des Beitritts codiert sind und ein Titel zusätzliche Kontextinformationen bietet.

Ex-Diplomaten rufen US-Wähler zur Unterstützung der Demokraten auf

Zwei ehemalige Berater und Diplomaten haben US-Wähler aufgerufen, bei den anstehenden Zwischenwahlen demokratische Kandidaten zu unterstützen. Christoph Heusgen und Philip Murphy argumentieren, dass ein Machtwechsel notwendig sei, um der Außenpolitik von Präsident Donald Trump entgegenzuwirken – insbesondere im Umgang mit Europa und der NATO.

Heusgen und Murphy werfen Trump vor, Europa eher als Gegner denn als Verbündeten zu behandeln. Sie warnen, seine Politik schwäche die transatlantischen Beziehungen und stelle die Bindung der USA an die NATO infrage. Zudem kritisieren sie, dass Trump durch Druck auf die Justiz und die Umgehung des Kongresses die Gewaltenteilung untergrabe.

Die beiden zeigen sich zuversichtlich, dass die Demokraten im November die Mehrheit im Repräsentantenhaus und möglicherweise auch im Senat zurückgewinnen könnten. Ein solches Ergebnis, so ihre Überzeugung, würde dazu beitragen, das Gleichgewicht in der US-Regierungsführung und in den Außenbeziehungen wiederherzustellen.

Mit Blick auf die weitere Zukunft schlagen sie vor, dass ein demokratischer Präsident im Jahr 2028 die Bindungen zu Europa erneuern und eine kooperativere Handelspolitik mit der EU verfolgen könnte. Zudem regen sie an, dass Deutschland sich für Reformen im UN-Sicherheitsrat einsetzen solle, darunter die Einführung halbpermanenter Sitze. Im Mittelpunkt ihrer Argumentation steht die Notwendigkeit, das Völkerrecht zu stärken – was ihrer Ansicht nach sowohl den USA als auch ihren Verbündeten zugutekomme.

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Der Appell von Heusgen und Murphy erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Zwischenwahlen bevorstehen und die Kontrolle über den Kongress auf dem Spiel steht. Ihre Warnungen unterstreichen die Sorgen über Trumps Außenpolitik und deren langfristige Auswirkungen auf die amerikanisch-europäischen Beziehungen. Ein Sieg der Demokraten, so ihre These, würde die transatlantische Zusammenarbeit neu beleben und globale Institutionen stärken.

Quelle