07 May 2026, 10:32

Fast 2 Millionen Menschen in NRW erhalten 2024 Grundsicherung – mit extremen regionalen Unterschieden

Liniengraph, der das Verhältnis von Arbeitnehmern im Privatsektor zu Sozialleistungsempfängern über die Zeit darstellt, mit begleitendem erklärendem Text.

Fast jeder Zehnte in NRW bekommt Mindestsicherung - Fast 2 Millionen Menschen in NRW erhalten 2024 Grundsicherung – mit extremen regionalen Unterschieden

Zum Jahresende 2024 waren in Nordrhein-Westfalen fast 2 Millionen Menschen auf Grundsicherungsleistungen angewiesen. Das entspricht etwa jedem neunten Einwohner, der in irgendeiner Form staatliche Unterstützung erhielt. Die Zahlen zeigen deutliche regionale Unterschiede: In manchen Gebieten ist der Anteil der Leistungsbezieher deutlich höher als in anderen.

Die aktuellen Daten belegen, dass über 1,55 Millionen Menschen im Land Bürgergeld bezogen – den größten Teil der Grundsicherungsleistungen. Weitere 321.000 Personen waren auf die Grundsicherung im Alter angewiesen, während die Zahl der Empfänger von Leistungen für Asylsuchende um etwa 15.100 sank und damit noch 88.555 Anspruchsberechtigte übrig blieben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Unterschiede zwischen den Kreisen und kreisfreien Städten fallen extrem aus: Gelsenkirchen im Rheinland verzeichnete mit 21,7 Prozent die höchste Quote, während Raesfeld im Kreis Borken mit nur 3,7 Prozent den niedrigsten Wert aufwies.

Die von der Regierung geplanten Reformen sehen vor, das Bürgergeld in Grundsicherung umzubenennen. Neue Regelungen werden strengere Mitwirkungspflichten einführen und härtere Sanktionen für diejenigen vorsehen, die sich nicht an die Auflagen halten. Ziel der Reformen ist es, die Grundsicherung in Nordrhein-Westfalen neu auszurichten. Mit fast 2 Millionen Betroffenen werden sich die Änderungen auf Arbeitslosengeld, Altersgrundsicherung und Asylleistungen auswirken. Die regionalen Unterschiede bei den Bezugsquoten dürften für die Politik auch künftig ein zentrales Thema bleiben.

Quelle