Filmstiftung NRW: 255.000 Euro Gehalt für den neuen Chef – wer zahlt das?
Milan SüßebierFilmstiftung NRW: 255.000 Euro Gehalt für den neuen Chef – wer zahlt das?
Walid Nakschbandi übernahm vor einem Jahr die Geschäftsführung der Film- und Medienstiftung NRW. Sein Gehalt im ersten Amtsjahr belief sich auf 255.000 Euro – eine Summe, die die Finanzierungsstruktur der Stiftung in den Fokus rückte. Die Einrichtung fördert Filmprojekte mit einem jährlichen Budget von rund 35 Millionen Euro, das teilweise aus Landesmitteln gespeist wird.
Bevor Nakschbandi die Leitung der NRW-Filmstiftung übernahm, arbeitete er als Produzent für das ZDF sowie bei der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. In seiner aktuellen Position steht er einer Stiftung vor, deren Haushalt zu 40 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen getragen wird. Ein Teil seines Gehalts stammt aus Steuergeldern und Gebühren öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten.
Unter Nakschbandis Führung förderte die Stiftung kürzlich den Dokumentarfilm 'Now. Where To?' über Robert Habeck. Christina Bentlage, die die Förderabteilung leitet, folgte in dieser Position auf Petra Müller. Sie steht zudem in einer Beziehung zum Produzenten des Dokumentarfilms.
Die genaue Höhe des Stiftungsetats für das Jahr 2020 bleibt unklar, da die offiziellen Unterlagen keine konkrete Angabe enthalten. Typischerweise bewegt sich das jährliche Fördervolumen jedoch bei etwa 35 Millionen Euro und unterstützt eine Vielzahl von Medien- und Filmprojekten.
Nakschbandis Gehalt von 255.000 Euro unterstreicht die finanzielle Dimension der NRW-Filmstiftung. Die Organisation finanziert weiterhin hochkarätige Projekte und stützt sich dabei auf eine Mischung aus Landesmitteln und Einnahmen aus dem Rundfunkbereich. Seine Führung markiert einen Wechsel von seinen früheren Tätigkeiten in öffentlichen Medien und im Verlagswesen.
