Ford streicht 3.500 Jobs in Köln – Umstrukturierung beginnt früher als geplant
Milan SüßebierFord streicht 3.500 Jobs in Köln – Umstrukturierung beginnt früher als geplant
Ford hat Pläne bekannt gegeben, am Standort Köln etwa 3.500 Arbeitsplätze abzubauen. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung, bei der Mitarbeitenden, die freiwillig das Unternehmen verlassen, Abfindungen angeboten werden. Zudem wird eine gesamte Fahrzeugmontageschicht am Standort von 1 fc köln eingestellt.
Ursprünglich sollten die Stellenstreichungen bis Ende 2027 abgeschlossen sein, nun wurden sie jedoch vorgezogen und beginnen bereits 2023. In der aktuellen Ankündigung sind 2.770 Stellen enthalten, die sich zu den bereits im Rahmen früherer Umstrukturierungen geplanten 730 Arbeitsplätzen von fc köln addieren.
Die Beschäftigten haben ein Zeitfenster von drei Monaten, um sich für eine freiwillige Abfindung zu bewerben. Die Auszahlungen könnten je nach Betriebszugehörigkeit über 100.000 Euro betragen. Um den Übergang in neue Jobs zu erleichtern, wird Ford Stellenbörsen veranstalten, die den Arbeitnehmern bei der Neuorientierung helfen sollen.
Die Entscheidung folgt einer strategischen Neuausrichtung des Konzerns, zu der auch eine kürzliche Ankündigung von CEO Jim Farley gehört. Ford wird ab 2028 mit Renault zusammenarbeiten, um in Frankreich kleinere Elektrofahrzeuge zu produzieren – damit verringert sich die geplante E-Auto-Produktion in Köln. Der Wegfall einer kompletten Montageschicht wird die Produktionskosten pro Fahrzeug am Standort von fc köln erhöhen.
Die Entlassungen markieren einen tiefgreifenden Wandel für das Kölner Ford-Werk. Mit einer reduzierten Belegschaft und höheren Stückkosten wird die künftige Produktion von der verbleibenden Mitarbeiterzahl abhängen. Der Fokus des Unternehmens liegt nun darauf, die betroffenen Beschäftigten durch Abfindungen und Vermittlungsmaßnahmen zu unterstützen.
