13 March 2026, 18:36

Ford streicht fast 1.000 Jobs in Köln – Elektroauto-Flaute trifft Werk hart

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, umrahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das "Trickle-Down Economics Doesn't Work" verkündet und einen Zitat von Präsident Biden enthält.

Der Schreckgespenst der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford streicht fast 1.000 Jobs in Köln – Elektroauto-Flaute trifft Werk hart

Ford hat Anfang 2025 fast 1.000 Stellen am Standort Köln abgebaut und begründet dies mit der schwachen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Dieser Schritt ist Teil eines umfassenden Sparprogramms, durch das seit dem vergangenen Sommer bereits 2.900 Arbeitsplätze gestrichen wurden. Die Belegschaft des Werks ist damit von 18.000 im Jahr 2019 auf heute unter 9.000 geschrumpft.

Die jüngsten Kürzungen erfolgen im Rahmen einer im Jahr 2024 vereinbarten Restrukturierungsvereinbarung. Rund 2.100 Mitarbeiter nahmen freiwillig Abfindungsangebote an, während weitere 800 Arbeitsplätze an neue Investoren übergingen. Dadurch konnten betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden, da sich genug Beschäftigte für einen Aufhebungsvertrag entschieden.

Ford hat Milliarden in die Modernisierung des Kölner Standorts für die Produktion von Elektrofahrzeugen investiert. Doch die Absatzzahlen für E-Autos blieben hinter den Prognosen zurück, was dem Konzern hohe Verluste beschert. Die Belegschaft des Werks, die 2019 noch 18.000 Personen umfasste, lag vor den aktuellen Kürzungen bei etwa 10.500. Nach den jüngsten Abbaumaßnahmen werden weniger als 9.000 Beschäftigte bleiben.

Mitte 2024 hatten sich drei potenzielle Käufer für Teile des Werks gemeldet: thyssenkrupp, die Ronal Group sowie die Industrietochter der NRW.BANK. Seitdem wurden keine weiteren Interessenten öffentlich bekannt.

Die Stellenstreichungen und Einsparungen sollen Ford helfen, wieder in die Gewinnzone zu kommen. Da die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen weiterhin schwächelt, passt das Unternehmen seine Aktivitäten weiter an. Die Zukunft des Kölner Werks hängt nun von einer schlankeren Belegschaft und möglichen neuen Eigentümern für einige Bereiche ab.

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