17 April 2026, 10:35

Forschungsprojekt in Aachen revolutioniert das Batterierecycling für die EU-Vorgaben

Vier grüne Li-Ion-Akkus mit der Bezeichnung "Li-Ion" und "18650" in schwarzer Schrift, nebeneinander auf einer weißen Oberfläche angeordnet.

Forschungsprojekt in Aachen revolutioniert das Batterierecycling für die EU-Vorgaben

Ein neues Forschungsprojekt in Deutschland geht die Herausforderungen des Recyclings von Batteriematerialien an, um die strengen EU-Vorgaben zu erfüllen. Unter der Leitung der RWTH Aachen soll die Initiative ein geschlossenes Kreislaufsystem für die Wiederverwendung von Komponenten in Batteriezellen entwickeln. Das Vorhaben wird vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Im Rahmen des Projekts Kreislauf.IN.NRW arbeiten akademische und industrielle Partner zusammen, um das Batterierecycling zu verbessern. Die Forschungsgruppe PEM der RWTH Aachen koordiniert die Arbeiten, unterstützt von Unternehmen wie NEUMAN & ESSER, Accurec Recycling, Iondrive EU und Constantia Patz. Ziel ist es, eine skalierbare Prozesskette zu schaffen, die Materialien effizient zurückgewinnt und wiederverwendet.

Eine der größten Hürden besteht im Recycling von Graphit für Anoden, da das Material oft an Qualität verliert und Verunreinigungen aufnimmt. Das Team wird zudem untersuchen, wie sich recycelte Materialien über die Zeit verhalten – mit besonderem Fokus auf Alterung und Sicherheitsrisiken. Neben technischen Verbesserungen soll das Projekt auch Lieferketten und Verarbeitungsmethoden entlang der gesamten Batteriewertschöpfungskette optimieren.

Langfristig strebt das Vorhaben die Herstellung einer Batteriezelle mit mindestens 80 Prozent recyceltem Anteil an. Damit würde es die Anforderungen der EU-Batterieverordnung erfüllen, die Herstellern Mindestquoten für das Recycling vorschreibt. Durch die Optimierung jedes einzelnen Schritts soll das Projekt hochwertige Batterien mit hohem Recyclinganteil in die Praxis überführen.

Bei Erfolg könnte die Initiative Batterieherstellern helfen, die EU-Recyclingvorgaben einzuhalten und gleichzeitig Abfall zu reduzieren. Die Erkenntnisse werden zudem Wissenslücken schließen, wie sich recycelte Materialien langfristig verhalten. Die Ergebnisse könnten künftige Standards für eine nachhaltige Batterieproduktion prägen.

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