Forschungsprojekt POTUS: Wie lokale Lieferketten Städte nachhaltiger machen können
Jacqueline RöhrdanzForschungsprojekt POTUS: Wie lokale Lieferketten Städte nachhaltiger machen können
Ein Forschungsprojekt unter der Leitung der Bergischen Universität Wuppertal untersucht das Potenzial lokaler Lieferketten und kurzer Transportwege in Städten. Die Studie analysiert zudem, wie Daten aus verschiedenen europäischen Ländern vergleichbar gemacht und effektiv genutzt werden können. Die Finanzierung des Vorhabens stammt aus dem europäischen Programm „Driving Urban Transitions“ sowie nationalen Quellen und beläuft sich auf rund 1,4 Millionen Euro.
Das Projekt mit dem Namen POTUS wird vom Lehrstuhl für Güterverkehrsplanung und Transportlogistik der Universität koordiniert. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie lokale Dienstleistungen die Nachfrage nach Lieferungen in städtischen Vierteln beeinflussen. Die Forscher:innen untersuchen außerdem, in welchen Stadtteilen der Güterverkehr am stärksten zunimmt und unter welchen Bedingungen dies geschieht.
Beteiligt sind Partner aus Österreich, Schweden, Frankreich und Italien sowie deutsche Städte wie Düsseldorf und Wiesbaden. Sie erforschen, wie Merkmale einzelner Viertel – etwa ein hoher Anteil junger Bewohner:innen – den Lieferbedarf prägen. Ziel ist es, Städte dabei zu unterstützen, nachhaltigere Güterverkehrssysteme zu entwickeln.
Eine zentrale Herausforderung ist das Fehlen einheitlicher Daten, was eine zielgenaue Verkehrsplanung erschwert. Regelmäßige Erhebungen sollen diese Lücken schließen und die Entwicklung neuer, wirksamer Konzepte ermöglichen. Die Forschung orientiert sich am Modell der „15-Minuten-Stadt“, das vorsieht, dass alle alltäglichen Bedarfe innerhalb von 15 Minuten mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar sein sollen.
Die Ergebnisse des Projekts könnten Städten helfen, effizientere und umweltfreundlichere Güterverkehrsnetze aufzubauen. Indem sie erkennen, wo und warum die Nachfrage nach Lieferungen steigt, können Planer:innen maßgeschneiderte Lösungen entwickeln. Die 1,4 Millionen Euro Fördergelder fließen in diese grenzüberschreitende Initiative zur Verbesserung der urbanen Logistik.






