Frau aus Köln inszeniert eigene Entführung – Lösegeld für Spielsucht und Depressionen
Milan SüßebierProzess: Frau simuliert ihre eigene Entführung beim Ehemann - Frau aus Köln inszeniert eigene Entführung – Lösegeld für Spielsucht und Depressionen
Eine Frau aus Köln inszenierte ihre eigene Entführung, um von ihrem Ehemann Lösegeld zu erpressen. Der aufwendige Plan flog auf, als die Polizei die Wahrheit hinter der vorgetäuschten Tat aufdeckte. Später gab die Frau zu, dass ihre Handlungen durch Suchtprobleme und psychische Belastungen motiviert waren.
Der Vorfall begann, als der Ehemann der Frau WhatsApp-Nachrichten erhielt, in denen behauptet wurde, sie sei entführt worden. Die Absender forderten ihn auf, 5.000 Euro auf ein bestimmtes Konto zu überweisen. Misstrauisch geworden, wandte er sich an die Polizei, die umgehend die Ermittlungen aufnahm.
Beamte fanden die Frau später in der Nähe des Kölner Doms, wo sie ihre vermeintliche "Freilassung" in Szene gesetzt hatte. Während der Befragung gestand sie, den gesamten Plan selbst ausgeheckt zu haben. Die Ermittler entdeckten bei ihr fast 5.000 Euro – genau die Summe, die in den Erpressernachrichten gefordert worden war.
Der Fall landete vor dem Kölner Landgericht, wo die Angeklagte die Vorwürfe einräumte. Sie erklärte, ihre Tat sei auf eine Spiel- und Kaufsucht sowie eine schwere Depression zurückzuführen. Gerichtsakten bestätigen, dass sie sich mittlerweile wegen dieser Probleme in Therapie befindet.
Ihr Geständnis offenbarten das Ausmaß ihrer persönlichen Krisen. Die Polizei bestätigte, dass die Ermittlungen abgeschlossen sind und keine weiteren Anklagen zu erwarten seien. Eine Entscheidung über das Strafmaß steht noch aus.






