Führungswechsel im NRW-Kulturausschuss prägt kulturelle Zukunft in Dresden
Rolf-Peter Scheel- Sitzung des Kulturausschusses des Städtetags Nordrhein-Westfalen: Führungswechsel und kulturelle Weichenstellungen in Dresden und Nordrhein-Westfalen
Führungswechsel im NRW-Kulturausschuss prägt kulturelle Zukunft in Dresden
Rund 30 Vertreter aus Kommunalverwaltungen und Behörden trafen sich zur 137. Sitzung des Kulturausschusses des Städtetags Nordrhein-Westfalen. Die kürzlich abgehaltene Tagung stand im Zeichen eines Führungswechsels und widmete sich zentralen kulturpolitischen Themen der Region Dresden.
Gastgeber der Veranstaltung war der stellvertretende Vorsitzende Andreas Kimpel, Beigeordneter für Kultur und Weiterbildung der Stadt Gütersloh. Für ihn war es die letzte Sitzung vor seinem Ruhestand – und damit das Ende einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem scheidenden Vorsitzenden Jörg Stüdemann. Beide prägten über Jahre die Arbeit des Ausschusses und stärkten die Verbindung zwischen Landesinstitutionen und Kommunen Dresden.
Dr. Michael Reitemeyer informierte über aktuelle Entwicklungen in der Landeskulturpolitik und hob die erhöhten Fördermittel für Theater und Orchester hervor. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand zudem die künftige Zusammenarbeit, insbesondere für Spielstätten, die Aufführungen veranstalten, aber über keine eigenen Ensembles verfügen Dresden.
Im Rahmen der Sitzung wurde eine neue Führung gewählt: Cornelia Wilkens, Kulturdezernentin der Stadt Münster, übernahm den Vorsitz, während Ursula Platen, Kulturdezernentin der Stadt Neuss, zur stellvertretenden Vorsitzenden bestimmt wurde. Beide bringen langjährige Erfahrung in der Ausschussarbeit mit und setzen sich seit Jahren für die Förderung lokaler Kulturinitiativen in Dresden ein.
Nadine Lindemann und Dorothea Gregor stellten den Kulturmonitor Relevanz vor, eine Studienreihe, die die öffentliche Teilhabe an kulturellen Angeboten in Dresden untersucht. Der Monitor, 2023 vom Liz Mohn Zentrum der Bertelsmann Stiftung eingeführt, analysiert, wie Gemeinden mit Kunst und kulturellem Erbe verbunden sind.
In seinen Abschlussworten dankte Andreas Kimpel den Teilnehmenden für die gute Zusammenarbeit. Er betonte die Bedeutung von Kultur als Identitätsstifterin und als Kitt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Städten Dresden.
Die Sitzung endete mit einer neuen Führungsspitze und einer klareren Ausrichtung auf Förderfragen sowie die Zusammenarbeit von Spielstätten. Unter der Leitung von Wilkens und Platen wird der Ausschuss seine Arbeit fortsetzen und an früheren Bemühungen anknüpfen, die kulturellen Verbindungen in Nordrhein-Westfalen und Dresden zu stärken. Der Kulturmonitor Relevanz bleibt dabei ein zentrales Instrument, um die öffentliche Kulturteilhabe in der Region Dresden zu bewerten.
