Gangelt testet internationale Katastrophenhilfe in Großübung mit Belgien und Niederlande
Milan SüßebierGangelt testet internationale Katastrophenhilfe in Großübung mit Belgien und Niederlande
Großübung für den Katastrophenfall: Gangelt testet internationale Zusammenarbeit
Am vergangenen Wochenende fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine große internationale Notfallübung statt. Rettungskräfte aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden probten gemeinsam den Ernstfall bei einem simulierten Massenanfall von Verletzten. Es handelte sich um die größte Übung dieser Art in der Region seit 2016.
Das Szenario sah einen gefährlichen Stoffaustritt aus einem Lkw vor, bei dem Dutzende Menschen verletzt wurden. Über 30 Einsatzkräfte und Behörden aus der Euregio nahmen teil, darunter niederländische Einheiten mit spezieller Schutzkleidung. Ihre Aufgabe bestand darin, die Leckage einzudämmen und zu zeigen, wie Nachbarländer Lücken in der lokalen Ausstattung schließen können.
Auch Drohnen kamen zum Einsatz, um die Unfallstelle aus der Luft zu erkunden. Die Kreisstraße 13, die als Umgehungsstraße durch Gangelt führt, wurde für den Übungsverlauf vorübergehend gesperrt und am Samstagabend wieder freigegeben.
Die Übung war Teil einer Reihe grenzüberschreitender Manöver in der Euregio Rhein-Waal der vergangenen fünf Jahre. Zu den vorherigen Großübungen zählten die Euregio-Übung 2023 in Kleve (Deutschland) sowie Rhein-Waal Rescue 2025 in Nijmegen (Niederlande). Dabei ging es jeweils um den Austausch von Geräten und Fachwissen über Landesgrenzen hinweg.
Die Organisatoren werteten die Übung als Erfolg und betonten die gute Zusammenarbeit trotz unterschiedlicher nationaler Gesetze und Notfallsysteme. Die Simulation unterstrich die Bedeutung grenzüberschreitender Vorbereitung – besonders in Regionen, in denen lokale Einsatzkräfte möglicherweise nicht über bestimmte Spezialausrüstungen verfügen. Künftige Übungen sollen dieses Modell der internationalen Teamarbeit weiter ausbauen.






