Gil Ofarim bricht im Dschungelcamp sein Schweigen zum Davidstern-Skandal
Jacqueline RöhrdanzGil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim bricht im Dschungelcamp sein Schweigen zum Davidstern-Skandal
Gil Ofarim hat sich in einer aktuellen Folge von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! beim Lagerfeuergespräch öffentlich zum Davidstern-Skandal von 2021 geäußert. Der Sänger hatte zuvor einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels des Antisemitismus beschuldigt, räumte später vor Gericht jedoch ein, die Vorwürfe erfunden zu haben. Seine jüngsten Äußerungen folgen nach einem langwierigen Rechtsstreit und einer Schadensersatzzahlung in Höhe von 10.000 Euro.
Der Streit begann im Oktober 2021, als Ofarim behauptete, ein Angestellter des Westin Hotels in Leipzig habe ihn aufgefordert, seine Davidstern-Kette zu verstecken. Er veröffentlichte ein Video im Netz, das landesweit Empörung auslöste. Das Hotel reagierte mit der Beauftragung einer Anwaltskanzlei, die bis zum 20. Oktober zu dem Schluss kam, dass gegen den Mitarbeiter keine disziplinarischen Maßnahmen erforderlich seien.
Ofarim reichte zwei Strafanzeigen gegen den Mitarbeiter ein, der daraufhin Gegenklage einreichte. Der Fall kam im November 2023 vor Gericht, wo Ofarim einräumte, Teile der Geschichte erfunden zu haben. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein, nachdem er 10.000 Euro Entschädigung gezahlt hatte – aufgeteilt zwischen der jüdischen Gemeinde Leipzigs und einer Stiftung zur Erinnerung an den Holocaust.
In seiner TV-Auftritt betonte Ofarim, das ursprüngliche Überwachungsvideo sei manipuliert worden. Zudem erwähnte er einen Zeugen, der ihn angeblich mit der Kette gesehen habe, obwohl die Hotelkameras keine entsprechenden Beweise lieferten. Sein Anwalt berief sich auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung als Grund für die spärlichen Details, doch die Anwälte des Mitarbeiters bestritten das Vorliegen einer solchen Vereinbarung – es gebe lediglich eine Unterlassungserklärung, die Ofarim daran hindere, seine Behauptungen zu wiederholen.
Der Fall endete offiziell mit Ofarims Geständnis und der finanziellen Einigung. Das Hotel hält weiterhin daran fest, dass es keinen antisemitischen Vorfall gab, gestützt auf interne Untersuchungen und Videoaufnahmen. Ofarims jüngste Aussagen bringen die Diskussion über die Ereignisse erneut ins Rollen, auch wenn die juristischen Auseinandersetzungen abgeschlossen sind.
