Gil Ofarim im Dschungelcamp: Warum sein Schweigen zu Antisemitismus-Vorwürfen neue Wut auslöst
Iwona RoggeGil Ofarim im Dschungelcamp: Warum sein Schweigen zu Antisemitismus-Vorwürfen neue Wut auslöst
Fünf Jahre nach einem umstrittenen Antisemitismus-Vorwurf sieht sich der Sänger Gil Ofarim auf Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! neuer Kritik ausgesetzt. Die Dschungelcamp-Kolleginnen Ariel und Mirja du Mont hinterfragten seine Weigerung, sich zu dem Vorfall zu äußern. Der Streit eskalierte, als Ofarim einräumte, er nehme an der Show aus finanziellen Gründen teil – und nicht, um seinen Namen reinzuwaschen.
Der Konflikt geht auf einen Vorfall aus dem Jahr 2021 in Leipzig zurück, bei dem Ofarim einen Hotelmitarbeiter fälschlicherweise antisemitischer Äußerungen bezichtigt hatte. Später zog er die Anschuldigung zurück und gab zu, dass sie unwahr war. Das Landgericht Leipzig verpflichtete ihn daraufhin, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen, die ihm verbietet, die ehrverletzenden Behauptungen zu wiederholen. Das Verfahren wurde zwar nach § 153a StPO eingestellt, die rechtliche Auflage bleibt jedoch bestehen.
In der Sendung stellte die Reality-TV-Teilnehmerin Ariel Ofarim direkt zur Rede und warf ihm vor, über die Unterlassungserklärung zu lügen. Sie unterstellte ihm, diese als Ausrede zu nutzen, um sich der Verantwortung zu entziehen. Ariel kritisierte zudem, dass er sich trotz seines Geständnisses weiterhin als Opfer inszeniere. Mirja du Mont schloss sich der Kritik an und bezeichnete Ofarims Ausweichmanöver nicht als rechtliche Zwangslage, sondern als Gleichgültigkeit. Beide betonten, dass er sich nie öffentlich bei dem Hotelmitarbeiter entschuldigt oder die Folgen seiner falschen Anschuldigungen thematisiert habe. Ofarim hingegen beharrte darauf, dass finanzielle Not – und nicht der Wunsch nach Rehabilitierung – sein Motiv für die Showteilnahme sei. Die Auseinandersetzung machte deutlich, wie sehr der unaufgearbeitete Vorfall nachwirkt. Seine Aussage, er brauche das Honorar, um "seine Kinder zu ernähren", nährte zusätzlich Zweifel an seinen Beweggründen.
Die Debatte hat die öffentliche Auseinandersetzung mit Ofarims Vergangenheit und seinem Umgang mit den Konsequenzen wiederbelebt. Da ihm die Unterlassungserklärung weiterhin verbietet, sich zum Fall zu äußern, stößt sein Schweigen weiterhin auf Kritik. Der Vorfall bleibt ein prägender Skandal in seinem öffentlichen Image – nun verschärft durch seine finanziellen Offenbarungen im Fernsehen.
