04 March 2026, 19:21

Gladbachs Bürger:innen zeigen Flagge gegen Rechts und für Demokratie

Ein aufgeschlagenes Buch mit dem Titel "Eine Ansprache vor einer Versammlung der Mitglieder und Freunde der Pennsylvania Anti-Slavery Society während der jährlichen Messe" auf dem Cover, das eine Seite mit schwarzem Text zeigt.

Gladbachs Bürger:innen zeigen Flagge gegen Rechts und für Demokratie

Ein kürzlich stattgefundenes Ereignis in Gladbach brachte Anwohner:innen zusammen, um über Demokratie, Vielfalt und Widerstand gegen rechtsextreme Ideologien zu diskutieren. Organisiert von Omas gegen Rechts Gladbach bot die Veranstaltung in der Stadtbibliothek Vorträge, Ausstellungen und interaktive Formate, die eine offene Gesellschaft fördern sollten.

Die unter dem Titel WortspieGL stehende Veranstaltung begann mit einer Eröffnungsrede von Bürgermeister Marcel Kreutz. Die Teilnehmer:innen setzten sich mit Themen aus dem Buch Demokratie und Revolution auseinander und verbanden gemeinschaftliches Handeln mit aktuellen Herausforderungen wie dem Klimaschutz. Zu den Beiträgen zählten historische Rückblicke auf den Nationalsozialismus, Lesungen von Reden von Thomas Mann und Margot Friedländer sowie Werke der Gruppe Wort und Kunst.

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Eine Fotoausstellung hinterfragte gängige Klischees, während Schüler:innen in Podcast-Interviews mit Geflüchteten deren persönliche Hoffnungen und Erfahrungen teilten. In den Pausen informierten sich die Besucher:innen über lokale Initiativen, die sich für Demokratie und Gleichberechtigung einsetzen.

Den Abschluss bildete eine moderierte Vorstellungsrunde unter der Leitung von Georg Watzlawek. Vertreter:innen verschiedener Gruppen präsentierten ihre Ziele und Strategien zur Förderung von Toleranz und Offenheit. Die Gespräche setzten sich auch nach dem offiziellen Programm fort – viele Teilnehmer:innen stellten Fragen und tauschten sich intensiv aus.

Obwohl es keine genaue Zählung gibt, sind bundesweit auch 2026 noch Hunderte basisdemokratische Initiativen aktiv – von lokalen Omas-gegen-Rechts-Gruppen bis zu Bündnissen wie Fridays for Future oder Nazis raus!. Sie organisieren regelmäßig vergleichbare öffentliche Veranstaltungen.

Die Veranstaltung zog ein großes, engagiertes Publikum an und löste Diskussionen aus, die weit über den Veranstaltungsort hinausreichten. Organisator:innen und Teilnehmer:innen verließen den Ort mit konkreten Plänen, lokale Netzwerke zu stärken und ihre Arbeit fortzusetzen. Die Gespräche unterstrichen die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements für die Verteidigung demokratischer Werte und die Bekämpfung von Vorurteilen.