Großrazzia in Bottrop: 32 Verstöße in Shisha-Bars und Restaurants entdeckt
Jacqueline RöhrdanzGroßrazzia in Bottrop: 32 Verstöße in Shisha-Bars und Restaurants entdeckt
Großrazzia in Bottrop: 32 Verstöße in Gastronomie und Shisha-Bars aufgedeckt
Am Freitagabend rollte eine großangelegte Kontrollaktion durch Bottrop. Teams aus Gewerbeaufsicht, Polizei, kommunalen Ordnungsbehörden und Steuerfahndern durchsuchten gemeinsam Gaststätten in der gesamten Stadt. Im Fokus standen Teehäuser, Shisha-Bars und Restaurants.
Bei der Aktion deckten die Behörden 32 Verstöße auf – vor allem gegen das Jugendschutzgesetz, das Nichtraucherschutzgesetz und baurechtliche Vorschriften. In zwei schweren Fällen waren Notausgänge verriegelt, was im Brandfall oder bei anderen Notlagen eine akute Gefahr darstellte.
Zudem wiesen viele Betriebe Mängel beim Brandschutz auf: Feuerlöscher fehlten oder waren abgelaufen. Michael Althammer, Leiter des Bottroper Ordnungsamts, betonte, dass Verbraucherschutz und öffentliche Sicherheit für Gastronomiebetriebe oberste Priorität haben müssten.
Die Razzia reiht sich in eine Serie ähnlicher Großkontrollen in Nordrhein-Westfalen ein. Zwischen 2024 und 2025 fanden rund 15 vergleichbare Einsätze statt, an denen oft Zoll, Polizei, Ausländerbehörden und Arbeitsämter beteiligt waren. So setzte etwa die Kölner Aktion Saturn im Januar 2025 über 200 Beamte ein, um illegale Beschäftigung und Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht zu bekämpfen.
Den betroffenen Betreibern drohen nun verwaltungsrechtliche Verfahren. Bei schweren Verstößen können Bußgelder von bis zu 500.000 Euro fällig werden.
Weitere Kontrollen sind bereits in Planung. Die Behörden werden ihre Zusammenarbeit fortsetzen, um die Einhaltung gesetzlicher Standards durchzusetzen und Risiken für die Öffentlichkeit zu minimieren. Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, die Aufsicht über Bottrops Gastronomieszene zu verschärfen.
