Großrazzia in Krefeld: Behörden decken Lohnbetrug und illegale Beschäftigung auf
Jacqueline RöhrdanzGroßrazzia in Krefeld: Behörden decken Lohnbetrug und illegale Beschäftigung auf
Behörden in Krefeld beteiligen sich an europaweiter Razzia gegen illegale Beschäftigung und Menschenhandel
Das Hauptzollamt Krefeld hat sich im Rahmen der EMPACT-Aktionstage in der 39. Kalenderwoche an einer großangelegten Kontrollwelle gegen illegale Beschäftigung und Ausbeutungsdelikte beteiligt. Bei den Überprüfungen wurden in der Region zahlreiche Verdachtsfälle auf Lohnvorenthaltung sowie Meldeverstöße aufgedeckt.
Im Verlauf der Aktion führten 73 Kontrollbeamte an verschiedenen Standorten 31 Inspektionen durch. Dabei wurden 128 Personen überprüft, mit besonderem Fokus auf die Einhaltung von Arbeitsgesetzen und Mindestlohnvorschriften. Zu den kontrollierten Orten zählte unter anderem die Markthalle in Mönchengladbach, wo vier Verdachtsfälle auf vorenthaltene Löhne festgestellt wurden.
Insgesamt wurden acht Fälle von Lohnvorenthaltung dokumentiert. Zudem hielten sich viele Unternehmen nicht an die vorgeschriebenen Meldepflichten. Die Maßnahme ist Teil von EMPACT (European Multidisciplinary Platform against Criminal Threats), einer koordinierten Initiative der EU zur Bekämpfung von Schwerstkriminalität wie Drogenhandel und Menschenausbeutung.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) betonte ihr Engagement für legale Arbeitsbedingungen, faire Löhne und den Schutz von Arbeitnehmern. Die erhobenen Befunde werden nun weiter geprüft; zuständige Stellen leiten bei Bedarf weitere Schritte ein.
Die Aktion zeigt, dass Lohnbetrug und illegale Beschäftigung in der Region weiterhin ein Problem darstellen. Weitere Ermittlungen sollen klären, ob strafrechtliche Konsequenzen oder Bußgelder verhängt werden. Die Behörden kündigten an, die Kontrollen zur Durchsetzung der Arbeitsgesetze fortzusetzen.






