Großrazzia in Mönchengladbach enthüllt massive Arbeitsrechtsverstöße und Sozialbetrug
Iwona RoggeGroßrazzia in Mönchengladbach enthüllt massive Arbeitsrechtsverstöße und Sozialbetrug
Gemeinsame Razzia in Mönchengladbach deckt zahlreiche Verstöße gegen Arbeitsrecht auf
Bei einer gemeinsamen Kontrollaktion in Mönchengladbach sind am 9. Februar 2026 multiple Verstöße gegen Arbeitsrecht aufgedeckt worden. Zoll- und Polizeibeamte überprüften dabei 26 Arbeitgeber und 32 Beschäftigte. Die Maßnahme war Teil einer europäischen Großoffensive zur Bekämpfung grenzüberschreitender Straftaten und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.
An der Aktion beteiligten sich die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Krefeld sowie die Polizei Mönchengladbach. Gemeinsam kontrollierten sie Arbeitsstätten und Beschäftigungsunterlagen in der gesamten Stadt.
Die Überprüfungen förderten zahlreiche Verstöße zutage: Vier Arbeitgeber hatten pflichtgemäße Sofortmeldungen über Beschäftigungsverhältnisse nicht abgegeben. In neun Fällen gab es Hinweise auf mögliche Lohnvorenthaltung oder Untreue. Drei Verdachtsfälle betrafen Verstöße gegen den Mindestlohn, in einem weiteren Fall wurde illegale Arbeitnehmerüberlassung vermutet. Zudem stehen fünf Beschäftigte im Verdacht, Sozialleistungsbetrug begangen zu haben.
Die Aktion erfolgte im Rahmen der europaweiten Initiative "ROADPOL", in der Verkehrspolizeien aus 32 Ländern zusammenarbeiten. Das Bündnis konzentriert sich auf die Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität und die Durchsetzung von Verkehrssicherheitsstandards. 2026 führte Deutschland mit über 1,2 Millionen Kontrollen die Statistik an, gefolgt von Frankreich (950.000) und den Niederlanden (620.000).
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit in Mönchengladbach übernimmt nun die weiteren Ermittlungen. Die Feststellungen könnten zu Sanktionen gegen die beteiligten Arbeitgeber und Beschäftigten führen. Bislang wurden jedoch noch keine konkreten Strafverfahren oder Bußgelder bekannt gegeben.
